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  • Frau Ulusoy und der Geheimnisverrat der Polizei

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    Es ist nun gut anderthalb Jahre her, daß ich im Dreibeinblog über die seltsamen Machenschaften der Frau Sultan Ulusoy berichtet habe. Die gebürtige Türkin hatte sich 2009 als Parteilose um ein Bundestagsmandat beworben und war aufgrund ihrer publikumswirksamen Auftritte und einiger Ungereimtheiten in Vita und Finanzgebaren ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Nachzulesen ist das alles noch hier im alten Dreibeinblog. 

    Frau Ulusoy und der Geheimnisverrat der Polizei

    Weil die Sache an sich aber erledigt ist und somit weitherhin auch kein Interesse mehr an der Person der Frau Ulusoy besteht, haben die Artikel über sie keinen Eingang in den DreibeinblogThinktank gefunden.

    Jetzt jedoch ist Frau Ulusoy auf einmal wieder Gegenstand der öffentlichen Betrachtung. Und das kommt so:

    Damals im Wahlkampf 2009 wurde Frau Ulusoy unter dem Blitzlichtgewitter eines Fotografen festgenommen. Schon damals fragte ich in einem meiner Artikel, warum so eine Festnahme wegen einer unbezahlten Arztrechnung usw. ausgerechnet dann stattfinden muß, wenn gerade ein Interview mit der Frau geführt wird.
    Nun weiß man mehr: Dem Mannheimer Morgen ist zu entnehmen, daß derzeit ein 59jähriger Polizist vor Gericht steht, dem vorgeworfen wird und wohl auch nachgewiesen wurde, daß er Interna aus der polizeilichen Ermittlungsarbeit an eine befreundete Journalistin weitergegeben hat.
    Vor der Festnahme der Frau Ulusoy soll der Polizist der Reporterin einen Tipp gegeben haben, woraufhin diese dann natürlich „ganz zufällig“ ausgerechnet dann einen Interview- und Fototermin ausgemacht hatte, als die Festnahme der Politikerin erfolgte.
    Dieses habe ihr Leben zerstört, sagt die heute arbeitslose Ulusoy.

    Der Polizist wurde zu einer Geldstrafe von 7.200 Euro verurteilt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    Einmal mehr sieht man aber, daß auf Seiten der Ordnungshüter mitunter heftig mit zweierlei Maß gemessen wird. Dem Beamten droht nun, zusätzlich zur gerichtlich festgesetzten Strafe, auch noch ein Disziplinarverfahren wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses. Richtig so! Unter Umständen dürfte das für den kurz vor der Pensionierung stehenden Polizeihauptmeister noch besonders schmerzhaft werden.

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