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Frau S. will gelöscht werden

Frau S. will gelöscht werden

Manch einer erinnert sich noch an den Artikel „Warum machen die das?“ aus dem Jahr 2006 (!)
In diesem recht kurzen Artikel stellte ich die Frage, warum sich ein Ehepaar in einer ostdeutschen Stadt eine Kamera ins Wohnzimmer stellte und sich bei den alltäglichen Verrichtungen filmen lässt und das dann ins Internet stellt.

Aus diesem kurzen Artikel entwickelte sich ein sehr denkwürdiger Kommentarfluß. Vor allem kam dieser zustande, weil eine Webcambetreiberin, die in meinem Artikel weder vorkam, noch gemeint war, sich zur Sachwalterin aller Ostdeutschen und aller Webcambetreiber machte. In etwas unbeholfener Weise, aber durchaus temperamentvoll ging sie die Kommentatoren meines Weblogs an.
Durchaus lustig zu lesen.

Es ergab sich noch ein Folgeartikel „Hier tanzt der Pank“ und auf den zielte diese Webcambetreiberin dann 2007 ab, als sie ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sah. Wie gesagt: Ich beschäftige mich in keinem der Artikel mit dieser Frau. Sie selbst meldete sich stets unaufgefordert in den Kommentaren zu Wort und setzte dort auch entsprechende Links, die ihren Namen enthielten.
Nun fand ich 2007, als sie mir schrieb, daß der Artikel „Hier tanzt der Pank“ nun wirklich ohne Substanz ist und ich ihr den Gefallen tun könnte. Also löschte ich ihn.
Doch damit nicht genug.

Noch in der selben Nacht verlangte sie auch die Löschung eines vollkommen anderen Artikels und bei meinem Hoster verlangte Sie, daß ich selbst auch noch gelöscht werden müsse…

Ich bin doch aber noch so jung und möchte gar nicht gelöscht werden.

Heute bekomme ich wieder eine Mail von Frau S.
Wieder erwartet sie die Löschung diverser Artikel usw.
Ich habe dann nochmals nachgeschaut und ihr folgendes geschrieben:

Frau S. will gelöscht werdenFrau S. will gelöscht werden

Hallo Frau S.,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 27.02.2009.
Sie fordern mich darin auf, den Artikel „Warum machen die das?“ aus meinem Weblog zu entfernen. Sie führen an, durch diesen Artikel in irgendeiner Weise in Ihren Persönlichkeitsrechten beeinträchtigt zu sein.
In dieser Sache geben Sie an, vor geraumer Zeit schon einmal Kontakt zu mir aufgenommen zu haben und seinerzeit schon die Löschung dieses Artikels verlangt zu haben, was ich nicht getan hätte.

Das ist so nicht richtig.
Am 27.8.2007 verlangten Sie die Löschung des Artikels „Hier tanzt der Pank“.
Ohne Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung bin ich dieser Bitte seinerzeit unverzüglich nachgekommen, da der Artikel keine wesentlichen Inhalte aufwies und lediglich durch die lange Kommentarkette, die Sie auch mitverursacht hatten, interessant war.
Das bedeutet: Ihrer damaligen Bitte wurde sofort und voll umfänglich entsprochen.
Nachdem das aber geschehen war, verlangten Sie obendrein auch noch die Löschung eines vollkommen anderen Artikels, nämlich „Warum machen die das?“ Diesen werde ich aber keinesfalls löschen, da er mit Ihnen nichts zu tun hat.

Um Ihnen entgegenzukommen habe ich damals die Kommentare und Trackbackverlinkung zu diesem Artikel gesperrt.
Der in Rede stehende Artikel „Warum machen die das?“ wurde aber inzwischen durch meinen Hausanwalt überprüft und er ist wie ich der Auffassung, daß sich der Artikel in keiner Weise mit Ihrer Person beschäftigt. In ihm wird weder Ihr Name genannt, noch auf Sie in welcher Weise auch immer Bezug genommen.

Fakt ist, daß Sie selbst auf diesen Artikel hin in meinem Weblog kommentiert haben. Sie selbst waren es auch, und das ist anhand der IP-Nummer nachweisbar, die Links mit dem Namen S. bei uns unter dem Usernamen S. in Kommentaren angebracht hat.
Von meiner Seite ist der Name S. niemals genannt worden, das haben Sie selbst in Ihren Kommentaren verursacht.
Beim Absenden der Kommentare klicken Sie aber in meinem Weblog auch ein Feld, das wie folgt beschriftet ist: „Ich habe die Nutzungsbedingungen gelesen. ABSENDEN“
In den Nutzungsbedingungen, die dort deutlich und leicht zugänglich verlinkt sind, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß jeder Kommentator für seine Texte selbst verantwortlich ist.
Ich habe Verständnis dafür, daß Sie inzwischen mit den damals getätigten Äußerungen ihrerseits nichts mehr zu tun haben wollen.
Aus diesem Grund habe ich die entsprechenden Links, die sie selbst angebracht haben, heute entfernt.
Gibt man in das Suchfeld meiner Seite nunmehr „E.S.“ oder „S.“ ein, gibt es keinen einzigen Suchtreffer, der mit Ihnen etwas zu tun hat.

Die Kommentare lassen sich somit nun nicht mehr mit Ihrer Person in Verbindung bringen.
Löschen werde ich sie nicht, da Sie durch Anerkennung der Nutzungsbedingungen mir die zeitlich unbegrenzte und voll umfängliche Nutzung der abgegebenen Kommentare ausdrücklich gestattet haben.

Durch das Entfernen des von Ihnen selbst angebrachten Links mit ihrem Namen, habe ich nun Ihre Bitte erfüllt und sehe damit die Angelegenheit für mich als erledigt.

Ob und wann die entsprechenden Hinweise aus Google verschwinden, liegt außerhalb meines Einflußbereiches. Sicherheitshalber habe ich ebenfalls heute Morgen eine neue Sitemap an Google gesendet in der die Änderungen berücksichtigt sind. Für gewöhnlich reagiert Google da recht schnell, allerdings gibt es hierfür keine Garantie. Im Zweifelsfall müßten Sie die Firma Google in Mountain View, California/USA abmahnen, um einen Hinweis auf Ihre Person zu unterbinden, in meinem Weblog jedenfalls gibt es keinen solchen mehr.

Wie ich bereits ausführte, ist die Angelegenheit damit für mich erledigt. Ich bitte Sie auch, mich in dieser Sache nicht mehr zu behelligen, anderenfalls ich mir überlegen müßte, wie ich nun in der Sache weiter vorgehe.

Mit freundlichem Gruß

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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