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Fahr mich doch um – Die Lösung

Fahr mich doch um – Die Lösung

kippstange-schild-lisaEs ist ruhig geworden um das Fahr-mich-doch-um-Schild „Lisa“ auf der kleinen Verkehrsinsel zwischen Mannheim-Seckenheim und Edingen-Neckarhausen und es hätte sich auch niemand für dieses „Rechts-am-Hinderniss-vorbeifahren“-Schild interessiert, hätten in der Vergangenheit nicht Dutzende von Autofahrern eben genau jene bedeutungsvolle Anweisung mißachtet und sind eben nicht rechts am Schild vorbei gefahren, sondern haben es schlicht und ergreifend umgefahren. Das Dreibeinblog ist voll von Fotos und Berichten über das am Boden liegende, herausgerissene oder umgeknickte Schild auf der kleinen vorgelagerten Verkehrsinsel an einem Straßenbahnübergang.
Auch der „Mannheimer Morgen“ hatte auf seinen Kaninchenzüchter-Gemeindepartnerschafts- und Karnevalsseiten dem Schild seine Aufmerksamkeit gewidmet, nachdem hier schon so oft darüber berichtet worden ist.

Seit einigen Wochen ist Ruh‘. Bauarbeiter haben dem Schild, genauer gesagt der kleinen Verkehrsinsel, auf dem es steht, einen weißen Anstrich verpaßt und die Linien auf der Straße neu weiß angemalt. Das hilft derzeit, den Autofahrern den rechten Weg zu weisen und etwas weiter auszuholen, um die etwas „kranke“ Kurve besser zu umschiffen.

Wie lange Schild „Lisa“ das aber durchhält, bevor es für abermals 150 Euro wieder (auf)gerichtet werden muß, ist nun aber wirklich nur eine Frage der Zeit. Es wird jemand kommen und es umfahren, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Jedoch ist Lisa kein Einzelfall; überall in der Republik, ach, was sage ich, überall auf der Welt werden tagtäglich Schilder umgefahren. Die oft schlechte Rundumsicht moderner Autos, die nachlässige Fahrweise und der sorglose Umgang mit allem läßt so manches Schild geknickt zurück.
Dadurch unterscheidet sich aber eben auch unser Schild „Lisa“, das Fahr-mich-doch-um, von anderen geknickten Leidensgenossen. Lisa wird nicht versehentlich aufs Korn genommen, weil jemand beim Einparken oder Rückwärtsfahren unaufmerksam ist, sondern Lisa steht an der falschen Stelle und das auch noch so, daß man Lisa sehr schlecht sieht.

Fahr mich doch um - Die LösungFahr mich doch um - Die Lösung

Da aber eben überall tagtäglich Schilder umgefahren werden, hat sich ein italienischer Hersteller Gedanken darüber gemacht und ein selbstaufrichtendes Schild entwickelt:

http://youtu.be/RF9UrnAURlE

Mit einer Flex wird ein vorhandener Schilderpfosten durchtrennt und einige Basisbauteile mit einer starken Feder eingesetzt. Das Schild richtet sich dadurch wieder auf:

http://youtu.be/F4N-t1kOJtE

Geliefert werden die Schilderpfosten von der Südtiroler Crescendi-GmbH unter dem schönen Namen Kippstange.

Gefunden von Andreas.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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peter wilhelm autorenlesung
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  1. simop
    simop 29 Juni, 2013, 10:43

    Sehr schön – schont auch den Geldbeutel des Autofahrers – gibt das Schild anstatt des Stoßplastiks nach, hat man wieder eine Reparatur weniger.

    Außer man ist so gründlich wie bei Lisa.

    Antwort auf diesen Kommentar
  2. f.
    f. 30 Juni, 2013, 16:57

    Ich würde da einen kleinen Betonpoller unter das Schild setzen. Das verleiht der ganzen Sache mehr Nachdruck.

    Antwort auf diesen Kommentar

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