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| Lokales |
| Veröffentlicht von: Peter Wilhelm |
| Dienstag, den 24. Januar 2012 um 07:55 Uhr |
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Edingen, die Schwestergemeinde von Neckarhausen, hat ja noch das Problem, dass bisweilen Schwerlastverkehr die enge Hauptstraße heimsucht, in Neckarhausen findet man LKW so gut wie nie, die kommen alle eher von der anderen Seite, nämlich von Seckenheim und biegen gleich am Ortseingang in das Gewerbegebiet ab. So ist das einzige Verkehrsaufkommen am ehemals gräflichen Schloss in Neckarhausen das was von den Einwohnern mit ihren PKW verursacht wird, ergänzt um die etwas rüpeligen Busse des öffentlichen Personennahverkehrs. Fünf Straßen treffen an diesem Punkt zusammen. Eigentlich aus Sicht von Verkehrsexperten ein durchaus triftiger Grund, dort eine Kreisellösung anzudenken, wenn denn auch die entsprechende Fahrzeugfrequenz vorliegt. Nur tut sie das eben leider nicht. Selbst in den Stoßzeiten des Berufsverkehrs gibt es dort weder Staus, noch Hupkonzerte und schon gar keine "brenzligen Situationen". Logischerweise müsste man also sagen, daß der Wunsch nach einem teuren Kreisverkehr hier aus dem Wahn vieler Stadt- und Gemeinderäte geboren wurde, so viele Kreisverkehre wie möglich einzurichten, weil das eben "in" ist und alle anderen Gemeinden ja auch welche haben. Dass es diese Sucht gibt, das beweist die Ortschaft "Hirschacker" bei Brühl. Dort haben die Verantwortlichen es tatsächlich fertig gebracht, einen Kreisverkehr einzurichten, der eine Inneninsel von nur rund einem Meter Durchmesser hat, der verkehrstechnisch völliger Blödsinn ist und der von vielen modernen Vans und SUVs gar nicht sinnvoll umkreist werden kann. Fazit: Fast alle Autofahrer ignorieren die albernen Straßenaufmalungen und fahren einfach über den Kreisel geradeaus.
Der "Kreisel" in Hirschacker Ganz so klein und albern würde der Kreisverkehr von Neckarhausen nicht ausfallen, etwas mehr Platz gibt es schon und damit sind wir genau bei dem Punkt, um den es eigentlich geht, den aber kaum einer auszusprechen wagt: Es geht im Grunde genommen einzig und allein um eine Verschönerung des Straßenbildes vor dem Schloss in Neckarhausen. Nur um das und um nichts anderes geht es. Und unter dem Gesichtspunkt würde, bei darüberhinausgehendem sparsamen Umgang mit den Gemeindegeldern, keiner etwas gegen den Kreisverkehr sagen. |
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