| Blue Note Jazz Company - Helmut Werron - JAZZ IM SCHLOSSHOF |
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| Lokales |
| Veröffentlicht von: Peter Wilhelm |
| Dienstag, den 21. Juni 2011 um 08:03 Uhr |
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Vielleicht sollte man künftige Veranstaltungen dieser Art in "Jazz am Schloss" umbenennen, denn das wechselhafte Wetter hatte die Musiker und Gäste am vergangenen Sonntagabend in die nahe gelegene Eduard-Schläfer-Halle getrieben. Das schöne Ambiente des Schlosshofes blieb daher den Teilnehmern verwehrt und man mußte mit der doch etwas kargen Halle gegenüber vorlieb nehmen. Wenn man wenigstens den Basketballkorb über den Musikern entfernt hätte... Aber das tat der Sache insgesamt keinen Abbruch. Die gut 150 musikbegeisterten Gäste aus Nah und Fern erlebten ein mehr als zweistündiges Programm mit dem begnadeten Trompeter Helmut Werron und seiner "Blue Note Jazz Company". Werron versprach eine musikalische Zeitreise von den Anfängen des Jazz in New Orleans bis hin zu modernenen Stücken. Dabei hatten er und die Musiker in einer "Betriebsratsversammlung" vor dem Konzert eine sehr elegante Auswahl an Stücken getroffen, die auch den weniger jazzfreudigen Zuhörer nicht überforderte. Viele, die kein Jazzohr haben, verbinden Jazz ja mit schrägen Improvisationen, wurden hier an diesem Abend aber eines Besseren belehrt und so sah man allenthalben schnippende, wippende und mitjazzende Zuschauer. Werron hatte genau die richtigen Stücke ausgesucht, um sich mit seinen Mannen in die Herzen des Publikums zu spielen. Seine kurzen und launigen Zwischenmoderationen trugen ebenfalls zum Gelingen des Abends bei. Achim Wirths, der wie versprochen für die KIEN als Projektleiter dieser Veranstaltung zur Stelle war und die Organisation gestemmt hatte, fasste sich bei der Einleitung und den obligatorischen Schlussworten erfreulich kurz und so erlebten die Besucher einen kurzweiligen und schönen musikalischen Abend. Man kann mit Sicherheit sagen, daß der Auftritt der Blue Note Jazz Company zu den musikalischen Highlights dieses Jahres gehören wird. Da wünscht man sich mehr und von Seiten der Besucher wurde auch der dringende Wunsch an Achim Wirths herangetragen, doch häufiger mal Musik etwas abseits vom poppigen und rockigen Mainstream zu präsentieren. Natürlich hatte ich wieder eine Kamera dabei und habe ein kleines Filmchen gemacht, das ich nachfolgend präsentiere. Ursprünglich hatte ich gar nicht vor, einen Beitrag zu drehen, weshalb ich kein Stativ dabei hatte. Man möge mir den einen oder anderen Wackler deshalb bitte verzeihen. Alles in allem soll das Filmchen auch nur einen kurzen Eindruck davon vermitteln, wie gelungen dieser Abend war.
Wer genau hingeschaut hat, dem ist aufgefallen, daß ich den Schlagzeuger besonders ins Visier genommen habe. Anders nämlich als auf den Plakaten angekündigt, hatte Helmut Werron für diesen Abend eine der Größen im Jazz am Schlagzeug verpflichten können, den Mannheimer Star-Schlagzeuger Horst Seidelmann.
Bild: rhinestream.de Über Seidelmann heißt es: Horst Seidelmann ist der Jazz-prominenteste Musiker der CROCODILE JAZZBAND, Gründungsmitglied, seit 10 Jahren dabei. Als Co-Leader der BIG BAND 70 spielte er mit internationalen Jazz Größen wie ART FARMER oder JIGGS WIGHAM. Mitwirkung bei JAZZ & LYRIC mit SIEGFRIED SCHWAB. Unvergessen ist das JAZZ BALLET mit dem Pianisten WOLFGANG LAUTH, allein 120 Aufführungen am Mannheimer National Theater. Dort wirkte Horst Seidelmann 1996 / 97 auch bei den TWO GENERATIONS-Konzerten des legendären Sax-Altmeisters FRITZ MÜNZER mit. Horst Seidelmann studierte Musik in Mannheim. Ergänzend dazu war er Stipendiat am Mozarteum Salzburg. (Quelle)
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