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Achim Wirths zur Zukunft der Kulturarbeit in Edingen-Neckarhausen PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Lokales
Veröffentlicht von: Peter Wilhelm   
Montag, den 20. Juni 2011 um 08:12 Uhr

Anlässlich des Aktionstages "Lebendiger Neckar" hat sich Achim Wirths gestern Abend erstmals nach seinem Rückzug aus der Verantwortung der KIEN (Kunst und Kulturinitiative Edingen-Neckarhausen) öffentlich geäußert. Mehr dazu gleich in einem kurzen Video.
Bedingt durch das durchwachsene Wetter wurden vielen Veranstaltungen an diesem Aktionstag die erhofften Besuchermassen im wahrsten Sinne des Wortes weggeweht und weggespült. Dennoch kämpfte die KIEN gleich an zwei Fronten. Mit "Open Fähr'" präsentierte ein Teil der KIEN-Aktiven in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Offene Jugendarbeit (FOEN) und dem Jugendzentrum "JUZ 13" ein kulturelles Schmankerl mit Musik, Lesungen und Gesang.
Keine hundert Meter davon entfernt blies der Wind die im Schlosshof geplante KIEN-Veranstaltung mit der "Blue Note Jazz Company" vom Schlosshof in die nahe Eduard-Schläfer-Halle. Ab 19 Uhr musizierte dort der begnadete Trompeter Helmut Werron mit seiner "Blue Note Jazz Company" vor ausverkauftem Haus.

So geriet "Lebendiger Neckar" aus Sicht der kulturinteressierten Bevölkerung zu einem besonderen Prüfstein für Achim Wirths, den ehemaligen Verantwortlichen der KIEN.
Hatte er noch vor zwei Wochen anlässlich seines Rücktritts versprochen, die von ihm geplanten Veranstaltungen selbstverständlich durchzuführen, wie es sich gehört, und war dieses Angebot auch von den übrigen der KIEN verbundenen Leuten dankbar angenommen worden, so geriet Wirths Einsatz am gestrigen Tage zur One-Man-Show.

Fast vollkommen alleine mußte Achim Wirths diese große Veranstaltung stemmen. Von der Organisation im Vorfeld über den Umzug vom Schlosshof in die Halle bis hin zum Kartenverkauf und der Betreuung der Anwesenden, alles blieb an Wirths hängen, von anderen KIENlern gab es weit und breit keine Spur.

Gastwirt Franco Fallico war bei der Bewirtung in die Bresche gesprungen und die junge, agile Helferin Carina Koslik stärkte Wirths am Abend an der Kasse und bei der Betreuung der Musiker den Rücken. Auch zahlreiche Sponsoren hatten wieder zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen. Doch alles das konnte nicht darüber hinwegtäuschen, daß man andererseits Achim Wirths ganz schön im Regen hatte stehen lassen.

Doch wer sagt es denn? Wirths hatte sich Urlaub genommen, noch eine "Schüppe drauf gelegt" und es so geschafft, auch im Fast-Alleingang eine super Veranstaltung hin zu bekommen. Den zahlreichen Zuschauern der Veranstaltung jedenfalls ist das alles absolut verborgen geblieben, der Abend war rundherum gelungen und man kann von einem einzigartigen Highlight sprechen.

Am Rande der Veranstaltung wurde Wirths dann aber doch von dem einen oder anderen auf KIEN angesprochen, zumindest die kulturell Interessierten aus Edingen und Neckarhausen fragten bei ihm besorgt an, ob es denn jetzt zu Ende sei, mit solchen schönen Terminen. Ermutigt durch den großartigen Zuspruch von allen Seiten ging Wirths dann am Ende der Veranstaltung in zwei, drei Sätzen auf die aktuelle Entwicklung und die Zukunft ein.

Sehen Sie hierzu das Exklusiv-Video:

In kurzen Worten:
Wirths sagte, er sei so vielfach darauf angesprochen worden, wie es denn nun weiter gehe. Daraufhin sagte er, man solle das ganze Theater in den Zeitungen und im Internet vergessen. Er stehe auch zukünftig dafür ein, daß es auch weiterhin so großartige Veranstaltungen geben werde.

"Die Sach ist einfach die... Sach mal, was ist denn jetzt mit der KIEN? Vergesst das Ganze... Nehmt mich beim Wort! Ich kümmere mich weiter drum, daß kulturelle Highlights, wie heute Abend, auch weiterhin in Edingen-Neckarhausen stattfinden werden. ... Wir gucken nach vorne und mein Versprechen steht, so einfach ist das."

Damit ist es klar, Achim Wirths wird sich auch in Zukunft verantwortlich um Kunst und Kultur in Edingen-Neckarhausen kümmern. Er hat den Willen und den Elan dazu und er hat auch die Unterstützung weiter Kreise der Kulturinteressierten. Und daß Wirths das kann, das hat er gestern Abend erneut bewiesen und zwar fast im Alleingang.
Wie es genau weitergeht, wird sich im Verlaufe dieser Woche entscheiden, es stehen viele wichtige Termine an.

Doch eins ist sicher, Wirths läßt die Kulturinteressieren nicht hängen und das ist gut so, denn Edingen-Neckarhausen hat ein buntes und vielfältiges künstlerisches und kulturelles Angebot. Hier einen Frontmann und eine Organisation zu haben, die Kräfte bündeln können und als Ansprechpartner für Künstler, Gemeinde und Vereine bereitstehen, das ist ein Segen, für den andere Gemeinden dankbar wären. Jemanden zu haben, dem Kunst und Kultur wichtiger sind als kleinpolitisches Gerangel um Pöstchen und Titel, das ist schon viel wert.

 
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