| Denkt Achim Wirths über einen Konkurrenz-Kulturverein nach? |
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| Lokales |
| Veröffentlicht von: Peter Wilhelm |
| Dienstag, den 07. Juni 2011 um 21:29 Uhr |
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Einem Zeitungsbericht vom Tage kann man entnehmen, wie entrüstet offenbar nun einige sind, weil Achim Wirths nach seinem Rückzug aus der Verantwortlichkeit bei der örtlichen VHS-Initiative KIEN nun offenbar über die Gründung eines Kulturvereins nachzudenken wagt. Dem recht einseitig gefärbten Bericht, der auch direkten Bezug auf dieses Weblog hier nimmt, ist deutlich anzumerken, wie sehr da einige aufheulen, weil Achim Wirths nun versucht, die Angelegenheit Kultur auf tragfähige Beine zu stellen.
Dazu muß man sich aber einmal vor Augen führen, daß das Dreibeinblog eine typische top-down-Publikation ist, die von den Inhalten des Publizierenden lebt und nicht, wie beispielsweise ein Diskussionsforum, von den Kommentaren und Zuschriften anderer. Dementsprechend wenig Wert wird letztendlich auf regelmäßige Kommentierer und einen festen Leserbriefschreiberkreis gelegt. Jede Zuschrift wird gerne gesehen, aber die Zuschriften sind nicht der Zweck dieses Weblogs und demnach wird auch wenig darum geworben. So gebären sich Ursache und Reaktion gegenseitig, quasi durch themenbezigene Selbstbefruchtung. Genug des Exkurses in den Bereich Weblog-Nachhilfe. Natürlich darf man als Bürger, Künstler und Blogger seine persönliche Meinung zu den Vorgängen haben, die letztlich dazu geführt haben, daß "Baden trifft Württemberg" nicht aufgeführt werden kann. Dem ist überhaupt nicht zu widersprechen und insofern ist die Entscheidung der Politiker auch nachvollziehbar. Nur ob sie richtig ist? Wer da nun den berühmten "Schwarzen Peter" hat, ach, das ist doch vollkommen egal. Wirths hat seine Konsequenzen gezogen und das ist im wahrsten Wortsinne eben konsequent. Die KIEn sei nur ein loses Initiativanhängsel der VHS ohne eigene Kasse, die VHS könne größere Veranstaltungen nicht stemmen und besser noch seien größere Veranstaltungen in den Händen einer Eventagentur aufgehoben, so hatte es doch geheißen. Was also ist verkehrt an Wirths Überlegungen, eben diese professionelle Basis durch die Gründung eines gmeinnützigen und eingetragenen Kulturvereins zu schaffen. Doch was passiert nun? Nun beschwört man das große Gespenst der Konkurrenzsituation herauf. Wirths könnte sich auf den Kopf stellen und freihändig mit den Füßen klatschen, man würde es jetzt schlechtreden und schon im Vorfeld torpedieren, vermuten manche. Es ist übrigens, um auch diese Geschichte abzuhandeln, ein Witz, was jetzt für ein Theater um "Finale" gemacht wird. Achim Wirths hatte im Februar zu einer Sitzung der KIEN in den Friedrichshof eingeladen, zu der ich extra hingegangen bin, um das Projekt erneut vorzustellen und die November-Aufführung abzusprechen. Ich war sehr erstaunt, daß zu dieser Sitzung -zu der frühzeitig eingeladen worden war- nur zwei weitere Personen gekommen waren. Gut, das war ein wenig dünne, aber ich hatte eh den Eindruck, als ruhe KIEN mehr oder weniger auf Achim Wirths Schultern. Deshalb freute ich mich, als er gleich Nägeln mit Köpfen machte und einer weiteren Aufführung von Finale grünes Licht gegeben hat. Umso mehr verwundert es, daß jetzt so getan wird, als sei da mal eben was mündlich und im Alleingang und ohne Absprache ausgemacht worden. Fakt ist, daß hierzu eine KIEN-Sitzung stattgefunden hat, zu der von denen die jetzt schimpfen, keiner hin gekommen ist. Schon damals, nach der ersten Aufführung von "Finale" gab es aus bestimmten Kreisen sehr merkwürdige Reaktionen, die man nur so deuten kann, daß da persönliche Abneigungen eher eine Rolle spielen, als das Interesse an Kunst und Kultur. Umso mehr ist eigentlich die Idee zu begrüßen, einen richtigen Kulturverein zu gründen. Der ist eine eigene juristische Person und kann gegenüber Künstlern, Vereinen, Firmen und der Gemeinde ganz anders auftreten als eine lockere Intiative, die kein gescheites rechtliches Grundgerüst hat. Withs meint es gut und er will das Gute. Meiner Meinung nach will er auch das Richtige und jeder der nur ein wenig über die Situation nachdenkt, wird ebenfalls zu dem Schluß kommen, daß die Idee, über die Wirths jetzt nachdenkt, eine sehr gute ist. Nur haben manche wohl einfach nur Angst, sie könnten eventuell im neuen Verein nicht vorkommen. |
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