| Die dritte Dimension mal subjektiv betrachtet - 3D-Fernseher von LG im Test |
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| Medien, TV, Foto, Videos |
| Veröffentlicht von: Peter Wilhelm |
| Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 11:52 Uhr |
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Vor einigen Tagen habe ich bei der hiesigen CONRAD-Filiale etwas eingekauft und blieb vor einem der dort ausgestellten 3D-Fernseher stehen, auf dem ein Demo-Programm lief. Da gerade niemand in der Nähe war, vor dem ich mich hätte lächerlich machen können, habe ich die aberwitzig pinkfarbene 3D-Brille aufgesetzt und mal geschaut, wie 3D denn so ist.
Und ich muss sagen, daß ich höchst verblüfft war. Ich meine, ich kenne 3D aus dem iMax-Kino, aus den rot-grün-Sendungen des Fernsehens und aus der Stereoskopie-Fotografie. Daher wußte ich, daß das Erlebnis im iMax-Kino beeindruckend ist, wenngleich die Filme dort meist an Langeweile nicht zu überbieten sind. Ich wußte auch, daß es einen richtig tollen dreidimensionalen Eindruck bei der stereoskopischen Fotografie gibt und vor allem war mir bekannt, daß alles was ich bisher auf dem Fernseher an 3D erlebt habe, nur den Reiz des Unbekannten und Neuen hatte, aber nie richtig toll funktioniert hatte. So erwartete ich auch gar nicht viel und war eher darauf gefasst, einen irgendwie komischen 3D-Eindruck zu bekommen, der mich nicht überzeugen würde. "Die brauchen noch ein paar Jahre, irgendwann kommt das, aber dann wirds richtig teuer", habe ich gedacht. Doch mit der pinkfarbenen Brille auf der Nase stand ich da in der CONRAD-Filiale und sperrte nur noch vor Staunen den Mund auf. Der dreidimensionale Eindruck mit dieser Polfilterbrille war sensationell. Ich hatte das Gefühl, ich könnte meterweit in das Fernsehbild hineinsehen und daß Gegenstände tatsächlich weit vor der Mattscheibe schweben. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Durch diesen positiven Ersteindruck ermutigt, habe ich dann mehrere 3D-Fernseher bei CONRAD ausprobiert, was deshalb problemlos ging, weil der etwas muffelige Verkäufer ohnehin kein Interesse an mir als Kunde zu haben schien. Alle angeschauten Geräte erfüllten ihren Zweck, wobei die Geräte mit den so genannten Shutter-Brillen ein etwas klareres und schärferes Bild zeigen. Jedoch: Das ständige Auf- und Abdunkeln der Brille soll angeblich nicht wahrgenommen werden, mir wurde das aber schon nach 10 Minuten zu viel. Ein gewisses Schwindelgefühl und leichter Kopfschmerz stellten sich ein. Außerdem sind die Brillen klobig und schwer, sie drücken auf Ohren und Nasen, was der eingebauten Elektronik mitsamt Akku zu schulden ist. Besser gefällt mir persönlich das Polarisationsprinzip, bei dem die beiden unterschiedlich polarisierten Bilder gleichzeitig auf dem Schirm dargestellt werden und man sich nur eine ganz leichte "Sonnenbrille" mit unterschiedlich polarisierten Gläsern aufsetzen muss. Diese Brillen sind leicht und ich kann damit stundenlang zusehen, ohne irgendwelche Probleme zu bekommen. Das 3D-Erlebnis macht diesen kleinen Nachteil sowieso wett und man sitzt staunend vor dem Apparat. Als Testgerät habe ich dann ein Gerät von LG nach Hause kommen lassen und zwar den LG 47LW5590 LED 3D. Auch ist der Preis eine bedeutende Geschichte, denn manchmal sind die Shutter-Fernseher recht günstig, kommen jedoch nur mit einer einzigen Brille daher und man muss für viel Geld (manchmal bis knapp 200 Euro) eine elektronische Brille nachkaufen. Aber selbst wenn man eine multikompatible günstigere Shutterbrille eines Drittanbieters nimmt, kommt da ein schönes Sümmchen zusammen, bis man die ganze Familie ausgerüstet hat. Hier zu Hause verlief der Test sehr positiv. Der bei CONRAD gewonnene Eindruck verstärkte sich sogar noch etwas, weil es in unserem Wohnzimmer nicht so hell ist, wie im Laden. Der 3D-Effekt ist berauschend und fasziniert sogar meine sonst sehr skeptische allerliebste Ehefrau. Angeschlossen habe ich den LG-Fernseher an einen Sony-BlueRay-Player und einen Digicorder von TechniSat.
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