Neulich erst schrieb ich über den Gemeindevollstrecker, der hier angeheuert worden ist, um für Recht und Ordnung im ruhenden Verkehr und so zu sorgen. Mal eben kurz vor dem eigenen Haus zum Ausladen kurz gegen die Fahrtrichtung geparkt und schon ist der Heini da und pappt einem einen Zettel an den Scheibenwischer. Es fällt insbesondere den Bewohnern ruhiger Spiel- und Seitenstraßen auf, daß der Gemeindevollzieher angeblich vor allem dort aktiv werde, wo harmlose Rentner nicht schnell genug sind "um ihm ein paar aufs Maul zu hauen", wie es neulich ein Nachbar zu mir sagte.
Nee, aber in Ordnung, der Mann macht ja nur seine ohnehin schlecht bezahlte Arbeit (wie manche finden). Heute flattert mir also zu diesem Parkverstoß die dazugehörige schriftliche Verwarnung mit Verwarnungsgeld ins Haus. Das ist natürlich dann an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten, droht doch die Gemeinde Edingen-Neckarhausen dem Halter eines falsch geparkten Autos an, man wolle nun aus dem Personalausweisregister das dort hinterlegte Foto heranziehen, um zu ermitteln, wer das parkende Auto gefahren hat...
Ja nee, ist klar, wenn wir Autos parken, dann sitzen wir da auch immer drin rum und warten, bis der Gemeindevollzugsgnurpel Wochen später mit dem Vergleichsfoto vorbei kommt.
Die Männer von der Feuerwehr kommen im Falle eines Falles oft gar nicht ohne großen Kolateralschaden zum Einsatzort, weil unvernünftige Autofahrer ihre Fahrzeuge so nah an den Straßenecken parken, daß ein Durchkommen für die großen Einsatzfahrzeuge der Brandretter gar nicht möglich ist.
Das ist aber kein seltenes Feierabendbild, sondern alltäglicher Anblick. Meiner Meinung nach wäre das mal eine schöne Aufgabe für den gemeindeeigenen Verkehrsüberwachungsoberaufsichtsbediensteten. Der wurde ja extra angeschafft um den ruhenden Verkehr zu überwachen. Und die Überwachung des ruhenden Verkehrs sollte in einer so gemütlichen Wohngemeinde wie unserer der Abwehr von Gefahren dienen und nicht die Anwohner schikanieren. Die Gefahrenstellen und gefährliches Verhalten von Verkehrsteilnehmern sollten also seine Hauptaufgabe sein.
Die unendliche Geschichte des "Fahr mich doch um"-Schildes zwischen Mannheim-Seckenheim und Neckarhausen geht weiter. Aktuell liegt Schild Lisa mal wieder "tot" im Graben. Am vergangenen Wochenende hat ein Autofahrer das Schild mal wieder übersehen und unter Hinterlassung etlicher Teile seines PKWs umgefahren.
Grundsätzliches Das „Verkehrszentralregister“ (VZR) beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg gibt es seit 1958. Seitdem werden dort im Straßenverkehr auffällig gewordene Verkehrsteilnehmer registriert. Bewertet werden die Verkehrsverstöße derzeit mit eins bis sieben Punkten. Dieses Punktesystem wurde 1974 „zum Schutz vor Gefahren, die von wiederholt gegen Verkehrsvorschriften verstoßenden Fahrzeugführern und –haltern ausgehen“ (§ 4 Straßenverkehrsgesetz) eingeführt. Derzeit sind ca. 9 Millionen Personen im aktiven Bestand plus rund 2 Millionen in der sogenannten „Überliegefrist“.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat gemeinsam mit einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe die Eckpunkte für eine Neuregelung des Verkehrszentralregisters und des Punktesystems erarbeitet. Um zunächst eine breite Diskussion und Erörterung der Vorschläge mit den Ländern, den Verbänden und den Bürgern zu gewährleisten, wird ein konkreter Gesetzentwurf erst später vorgelegt. Dieser soll unter Berücksichtigung der zu erwartenden weitergehenden Überlegungen erstellt und das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet werden. Die jetzt vorgestellte Grundkonzeption kann im Detail also noch Ergänzungen und Änderungen erfahren.
Vor welchem Hintergrund wird jetzt eine Neuregelung des Punktesystems eingeleitet? Bereits im Jahr 2009 wurden auf dem Deutschen Verkehrsgerichtstag Vorschläge zu einer in der Öffentlichkeit wiederholt geforderten Neuregelung des Punktesystems beim Kraftfahrt- Bundesamt (KBA) diskutiert. Die fachlichen Vorschläge der Verkehrsexperten wurden im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP aufgenommen, mit dem Ziel, eine „einfachere, transparentere und verhältnismäßigere Regelung zu schaffen.“ Um diese Vereinbarung erfolgreich umzusetzen, stellt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer nun seine Eckpunkte vor.
Das Schild Lisa, das so genannte "Fahr mich doch um!" ist wieder einmal geknickt. Jetzt am Wochenende 18.-19. Februar wurde es wieder einmal erwischt und brutal zu Boden gedrückt. Jemand hat es notdürftig wieder aufgerichtet, sodaß es auf den nächsten vorprogrammierten Treffer warten kann.
Hier ein Archivbild, weil's immer gleich aussieht.
Diese unendliche Geschichte um den kleinen blauen Richtungszeiger wird so lange fortgesetzt werden, bis die Verantwortlichen endlich darauf kommen, diese unsinnige Verkehrsführung zu bereinigen. Man muss dort in einem völlig unnötigen, "kranken" Bogen abbiegen und einen überflüssigen Schlenker machen. Deutliche Fahrbahnaufmalungen für die von Seckenheim kommenden Linksabbieger könnten ebenso helfen, wie die Beseitigung der kleinen Verkehrsinsel, auf der dieses "Fahrmich doch um"-Schild (das wir Schild Lisa getauft haben) steht.
Das Schild Lisa, so habe ich ja das "Fahr mich doch um"-Schild zwischen Neckarhausen und Seckenheim getauft, liegt mal wieder zerknittert am Boden. Über Neujahr hat es jemand umgefahren. Eine ganze Weile hat es sich gegen das ständige Umgefahrenwerden gesträubt, indem es sein weißblaues Antlitz keck etwas nach links drehte und dem gefährlichen Abbiegeverkehr so trotzte, aber erst neulich durfte ich wieder einmal live beobachten, wie eine junge Frau von Seckenheim kommend scharf links abgebogen ist, statt -wie von der Verkehrsbehörde gewünscht- um das Schild Lisa und seine überflüssige kleine Verkehrsinsel herum zu fahren, schnurstracks in den Gegenverkehr gesteuert ist.
Es wird noch viele Fortsetzungen geben, befürchte ich.
"Warten auf den Ampera" titelt die ADAC-Motorwelt und impliziert, Deutschlands Autofahrer würden auf den neuen elektrisch angetriebenen Opel oder sonstige Elektrofahrzeuge warten.
Also ich tue das nicht, ich warte nicht darauf, zumindest bin ich nicht in einer Lauerhaltung und kann es gar nicht abwarten, bis endlich solche Autos auf den Markt kommen. Denn es gibt sie ja schon und das was der Ampera und seine Mitbewerber zu bieten haben, krankt an eindeutig zu hohen Anschaffungspreisen, an akkubedingter Kurzatmigkeit und vor allem an der Tatsache, daß der Stroim, den sie verbrauchen, ja auch irgendwo gemacht werden muß. Und so sieht dann die Umweltbilanz für diese Autos unterm Strich und bei genauerer Betrachtung oft noch miserabler aus, als für Onkel Willis alten Diesel.
Ich bin in der letzten Zeit ein paar Mal durch die ganze Republik gefahren, meistens mit der Bahn. Ich mache solche langen Fahrten nicht mehr mit dem Auto, wenn es sich vermeiden lässt. Natürlich stört es mich als Raucher, daß man in den Zügen nicht wenigstens eine kleine Ecke eingerichtet hat, wo man mal eine paffen kann, aber dafür kommt man doch wesentlich entspannter an, als wenn man sechs oder sieben Stunden hinterm Steuer gesessen hätte.
Was mir aber aufgefallen ist, ich atme fast schon innerlich auf, wenn ich auf meiner Zugverbindungsübersicht IC statt ICE lese. Den ganzen Wirbel, der um Deutschlands moderne Superzüge gemacht wird, kann ich nicht nachvollziehen. Das ist doch bloß schnelles Plastik, das klappert. Außerdem ist man im ICE, so ging es mir wenigstens die letzten Male immer, permanent einer Horde handytelefonierender und Laptop-Kabel-ziehender Wichtigtuer ausgeliefert.