-Anzeige-
#ss#
-Anzeige-


Dreibeinblog deckt auf: So zockt T-Mobile ab!

Dreibeinblog deckt auf: So zockt T-Mobile ab!

T-Mobile: Abzocke unterm Weihnachtsbaum

Da flattert den T-Mobile-Kunden in diesen Tagen das Kundenmagazin „t-mobile_life“ ins Haus und informiert über allerlei Neues aus dem Bereich der mobilen Telefonie, der Gadgets und der Endgeräte. Eigentlich eine nette Idee, so kurz vor dem Fest und im Grunde ja auch nichts Verwerfliches, nur wer wirbt, der kann auch am Markt bestehen. Doch dieses Mal ist T-Mobile dann doch etwas über das Ziel hinausgeschossen. Klingelton-Abzockerei, das ist das womit ich normalerweise eher andere Anbieter, vor allem die, die im Fernsehen soviel Werbung machen, in Verbindung bringe. Doch dieses Mal, versucht es auch T-Mobile.

Dreibeinblog deckt auf: So zockt T-Mobile ab!

Dreibeinblog deckt auf: So zockt T-Mobile ab!Dreibeinblog deckt auf: So zockt T-Mobile ab!

Auf Seite 13 schreibt man unter der Überschrift „Farbe ins Leben bringen: Gratis-Freizeichenton von T-Mobile“ über eine Errungenschaft der letzten Jahre, den individuellen Freizeichenton. Der ist zwar so sinnvoll wie ein drittes Bein oder ein drittes Ohr, aber scheinbar gibt es Leute die so etwas haben wollen. Bucht man so einen Freizeichenton, dann hört der Anrufer, wenn er bei einem anruft, nicht nur das simple Tuuut, Tuuut während er darauf wartet, daß man das Gespräch annimmt, sondern er bekommt nebenbei auch noch eben diesen Freizeichenton vorgespielt. Das ist in der Regel irgendein Musik-Clip. Ich persönlich halte von diesem Quatsch gar nichts, denn erstens kostet das unnötiges Geld und zweitens sind viele Anrufer verwirrt, weil sie beim Erklingen der Melodie nicht wissen, ob man schon dran ist, sie in einer Warteschleife gelandet sind oder gar auf den Anrufbeantworter sprechen sollen.

Nun gut, dieses Mal ist der Song aber kostenlos, ein Geschenk von T-Mobile.

Dreibeinblog deckt auf: So zockt T-Mobile ab!

Man muß nur das Kennwort LEBEN an eine ganz bestimmte SMS-Kurzwahlnummer senden und schon bekommt man den kostenlosen Freizeichenmelodiewarteton.
Tolle Sache! Ja, das mag vielleicht mancher denken, aber wie so oft steckt die Tücke im Detail.
Ohne im vielversprechenden Text darauf mit einer hochgestellten Eins (1) hinzuweisen, findet sich nämlich am Fuß der Seite eine Fußnote.

Dreibeinblog deckt auf: So zockt T-Mobile ab!

Dort erfährt man dann:

(1) Sie sparen 1,99 € für den Song plus 3 Monate lang 0,99 € für die Bereitstellung. … Für jeden weiteren Freizeichenton werden einmalig 1,99 € berechnet. Im Anschluß an die 3 Monate fallen zusätzlich pro angefangenem Kalendermonat 0,99 € Nutzungsentgelt an, unabhängig davon, wie viele Freizeichentöne Sie aktiviert haben.

Das bedeutet nichts anderes, als daß man glaubt, einen kostenlosen Freizeichenton zu erhalten und damit sei die Sache erledigt. In Wirklichkeit wird aber im werbenden Text der Hinweis auf die Fußnote unterschlagen, sodaß man unwissentlich eine Art Abonnement eingeht, das einen im Jahr knapp 12 Euro kostet.
Natürlich kann man den Unfug jederzeit durch eine Stop-SMS an die Kurzwahl 7464 beenden, aber das weiß vermutlich kaum einer von denen, die sich über das vermeintliche „Geschenk“ freuen. Denn wer liest schon Kleingedrucktes am Fuße einer Seite, wenn keinerlei Bezug zwischen dem Abo-Text und dem angeblichen Geschenk besteht.

Wenn ich das richtig verstehe, ist nur der erste Freizeichenton frei und man muß drei Monate lang die 0,99 € nicht bezahlen, ab dann -man hat das Geschenk im März 2010 längst vergessen- fallen dann Monat für Monat weitere 0,99 € an. Ich will ja nicht unterstellen, daß da Absicht dahintersteckt, aber man könnte es fast glauben, daß darauf spekuliert wird, daß ganz vielen „Beschenkten“ im nächsten Jahr die zusätzlichen 0,99 € gar nicht auffallen.

So nicht, liebe T-Mobile-Leute! Das ist ein Geschenk mit Pferdefuß!

Dir gefällt das? Schenke mir 1 Sekunde und unterstütze mich auf Patreon

Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung
-Anzeige-

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz
Lesen Sie weiter:
Opa fährt nach Holland

85 Jahre alt ist ein Senior aus Dortmund, der nur mal eben ein paar Besorgungen...

Schließen