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Dreibein und das Mißverständnis

Dreibein und das Mißverständnis

Herr und Frau Jacobs konnten keine Kinder bekommen. Der Arzt hatte festgestellt, daß es eindeutig an ihm liegt. Nach einem kurzen Blick durch das Mikroskop auf die Spermaprobe hatte der Arzt gesagt: „Zu wenig beweglich!“

„Aber ich bewege mich doch, sogar sehr“, protestierte Herr Jacobs, doch der Arzt klärte ihn auf, daß es um die Schwanzbewegungen der Spermien gehe.

Dreibein und das Mißverständnis

„Das meine ich doch, gerade da bewege ich mich, Herr Doktor“, legte Jacobs erneut Widerspruch ein.

Es bereitete dem Arzt einige Mühe, dem etwas begriffstutzigen Mann alles genau zu erklären. Doch dann hatte er es begriffen. So beschlossen die Jacobs, einen Ersatzvater zu bestellen, der Frau Jacobs schwängern sollte, damit sie endlich eine Familie gründen konnten.


Am Tag als der Ersatzvater erwartet wurde, küsste Herr Jacobs seine Frau und sagte: „Also ich gehe jetzt mal eine Stunde spazieren, der Mann müsste bald hier sein.“

Dreibein und das MißverständnisDreibein und das Mißverständnis

Es war eine halbe Stunde später, als zufällig ein Baby-Fotograf, der von Haus zu Haus zog, an der Tür klingelte, in der Hoffnung auf eine Familie mit Baby zu treffen und ein paar hübsche Baby-Fotos zu schießen und zu verkaufen.

Frau Jacobs öffnete die Tür und der Fotograf sagte: „Guten Morgen, ich komme um …“
Doch Frau Jacobs ließ ihn nicht ausreden, sondern zog ihn gleich ins Haus: „Oh, sie brauchen nichts zu erklären, ich habe sie bereits erwartet.“

„Wirklich“, staunte der Fotograf, „das ist ja großartig! Wußten sie dass Babies meine Spezialität sind ?“

„Nun, das hatten mein Mann und ich erhofft. Bitte kommen sie herein und nehmen sie Platz.“
Nach einer Weile fragte sie errötend: „Naja, wo sollen wir denn anfangen?“
„Überlassen sie ruhig alles mir. Ich versuche es gewöhnlich zweimal in der Badewanne, einmal auf der Couch und vielleicht ein paar Mal auf dem Bett. Manchmal ist es auch auf dem Wohnzimmerteppich sehr reizvoll. Man kann sich dort nämlich so wunderbar ausbreiten. Oder haben Sie ein Eisbärfell? Damit mache ich es auch sehr gerne und für gewöhnlich halten sie schön still.“

„Badewanne, Wohnzimmerteppich … ? Kein Wunder, dass es bei meinem Mann und mir nie geklappt hat.“

„Ach, sie haben das schon selbst probiert?“

„Aber ja doch! Dutzende Male immer wieder, aber es hat nie geklappt.“

„Nun, vielleicht hat ihr Mann keinen guten Apparat und es kommt natürlich auch auf die Technik an“, erklärt der Fotograf und fährt fort: „Auch bei mir kann ich nicht jedes Mal einen Erfolg garantieren. Aber wenn wir einige verschiedene Positionen ausprobieren und ich aus 6 oder 7 verschiedenen Winkeln schieße, dann bin ich überzeugt, dass ein paar gute Treffer dabei sind und sie vom Ergebnis entzückt sein werden.“

„Du meine Güte, das ist eine Menge!“ keuchte Frau Jacobs.

„Sehen sie, gnädige Frau, in meiner Branche sollte sich ein Mann immer Zeit nehmen. Ich könnte in 5 Minuten rein und wieder draußen sein, aber dann wären sie mit Sicherheit enttäuscht.“

„Das wusste ich nicht“, sagte Frau Jacobs leise.

„Doch, das ist so“, sagte der Fotograf, „manche gehen sogar in einen Supermarkt, in einigen stehen ja sogar Automaten wo man sich das billig machen lassen kann. Aber zum einen nehmen die bloß das Gesicht und zum andern ist das Ergebnis oft viel zu klein und ganz krumm und gebogen…“

Frau Jacobs riß die Augen auf und keuchte: „Mein Gott! Davon habe ich ja noch nie etwas gehört.“

Darauf öffnete der Fotograf seine Aktentasche und zog eine Mappe mit Baby-Fotos heraus.
„Diese habe ich oben in einem Bus gemacht“, erklärte er.
„Oh, mein Gott !“ rief Frau Jacobs und griff an ihre Kehle.
„Und diese Zwillinge hier, gerieten wider Erwarten ganz toll – wenn sie bedenken, wie schwierig es war, mit der Mutter zu arbeiten !“

„Sie war schwierig ?“ fragte Frau Jacobs.

„Ich fürchte ja, schließlich musste ich sie in den Park bringen, um diesen Auftrag ordentlich zu erledigen. Die Spaziergämnger standen in Vierer- und Fünferreihen, um einen Blick zu erhaschen.“

„Vierer- und Fünferreihen ?“ japste Frau Jacobs, die Augen vor Erstaunen immer noch weit aufgerissen.

„Ja natürlich, und das für mehr als 3 Stunden. Die Mutter schrie und keuchte vor Aufregung, weil es nicht gleich klappte und ich konnte mich kaum konzentrieren. Und als es zu dämmern begann, musste ich mich mit meinen Schüssen beeilen. Als aber auch noch die Eichhörnchen an meinem Equipment knabberten, musste ich eiligst alles einpacken.“

Frau Jacobs lehnte sich nach vorne: „Sie meinen sie kauten an ihrem, . . . ehm . . . Equipment ?“

„Ja, das stimmt. – Nun, wenn sie bereit sind, will ich mein Dreibein aufstellen und wir können sofort mit der Arbeit beginnen.“

„Dreibein ?“

„Aber natürlich, ich benutze ein Dreibein, um mein Gerät darauf zu platzieren. Es ist viel zu schwer um es länger in der Hand zu halten.“

Daraufhin fiel Frau Jacobs in Ohnmacht.

adaptiert und überarbeitet nach einem amerikanischen Witz
Nicht auf meinem Mist gewachsen.
Geht derzeit als Spaß-Mail durchs Web

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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peter wilhelm autorenlesung
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