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  • Die Anderen und der gaga-Niedersänger

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    Nachdem wir das aufgeblasene Mega-Event zum 25. Jahrestag des Mauerfalls (mit freundlicher Unterstützung von Air Berlin, der Berliner Sparkasse, AIR LIQUIDE Deutschland und weiteren Sponsoren) hinter uns gebracht haben, nachdem aus aller Munde über das Unrecht in der DDR referiert wurde und sich die Linke, exklusiv für alle Pharisäer mit starrköpfigem Kurzzeitgedächtnis, abschließend noch einmal ausdrücklich von den Machenschaften des STASI-Apparates distanziert hat, wäre es an der Zeit, nun an die Menschen zu denken, deren Biografien nicht durch das Unrecht in der DDR gebrochen wurden, sondern durch „Recht und Gesetz“ in der Bundesrepublik:
    An die Hunderttausende, deren Arbeitsplätze und somit deren Existenzgrundlage durch das staatlich sanktionierte VEB-Schlachten via Treuhandanstalt ausradiert wurde, denen das Recht auf Arbeit (ein Grundrecht in der DDR-Verfassung), eine beispiellose Gesundheitsversorgung, ein hochwertiges Bildungssystem, bezahlbarer Wohnraum, eine flächendeckende Ganztagsbetreuung für Kinder und Jugendliche, kurzum, denen all das genommen wurde, was sich „im Westen“ alle Parteien auf ihre Wahlplakate drucken lassen, im nachhinein aber als leider nicht finanzierbar streichen müssen, derweil Hypo Real Estate, Commerzbank & Co mit Steuermilliarden förmlich zugeschüttet werden – und das ganz legal, um nicht zu sagen „rechtens“.

    Ihr seid der elende Rest

    Keine Ahnung, was den Bundestagspräsidenten geritten hat, ausgerechnet die ewig nölende Wanderklampfe Wolf Biermann anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls im Bundestag ein Liedchen trällern zu lassen. Hat Norbert Lammert etwa auf dessen aufgeblasenes Geschwafel gegenüber der Fraktion der Linken und eine eventuell nachhaltige Diskreditierung spekuliert?

    Das ist gehörig in die Hose gegangen, auch wenn sich der Vizekanzler entblödete und mit einer Umarmung des selbsternannten Drachentöters vergeblich versuchte, die Situation zu retten. Über seine Anmaßung, er habe das DDR-Regime mit seinen Liedern niedergerungen, hat sich Wolf Biermann coram publico als komplett gaga enttarnt, die Genossen der Linken können sich also amüsiert zurücklehnen.

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    5 Kommentare

    1. Biki

      14. November 2014 at 08:01

      Danke!

      Antwort

    2. Beatrix

      14. November 2014 at 13:29

      Da die DDR ein Unrechtsstaat war, können natürlich auch die Grundrechte der Verfassung nicht rechtens sein…insofern war die Entwicklung nur konsequent…

      Antwort

      • Peter Grohmüller

        16. November 2014 at 09:18

        Hallo Beatrix,

        es ist eine Sachen, einem Zirkelschluss auf den Leim zu gehen. Das kann mal vorkommen. Eine andere ist es jedoch, sich die opportunistische „Wahrheit“ des politischen Mainstream unreflektiert anzueignen. Die DDR a priori als Unrechtsstaat zu bezeichnen, ist zwar beinahe schon ein geschütztes Markenzeichen von Kai Dieckmann und seinen Papageien in den Parlamenten, deshalb sind die Kernaussage und sämtliche darauf basierenden Schlussfolgerungen noch lange nicht Fakt. Nichts liegt mir ferner, als Mielke und seine Schergen relativieren zu wollen. Das waren Verbrecher – übrigens auch gegenüber der DDR-Verfassung. Über die Machenschaften der Stasi jedoch eine ganze Gesellschaft zu diskreditieren, zeugt nicht gerade von ausgewogenem Denken.

        Gruß

        Peter

        Antwort

    3. Beatrix

      17. November 2014 at 12:58

      Peter, es sollte sarkastisch gemeint sein 😉

      Antwort

    4. Peter Grohmüller

      17. November 2014 at 16:34

      Hallo Beatrix,

      danke für die Aufklärung. Ich liebe alles Ironische und/oder Sarkastische, aber ich erkenne es nicht immer ad hoc. Bei Deinem nächsten Kommentar bis ich vorbereitet 🙂

      Gruß

      Peter

      Antwort

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