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Devolo HC Home-Control mit Z-Wave – Steuerung per App

Devolo HC Home-Control mit Z-Wave – Steuerung per App

Z-Wave heißt der Standard, mit dem die Devolo Home Control Komponenten ausgestattet sind. Z-Wave dürfen wir in Deutschland durchaus so aussprechen, wie es geschrieben wird (Zett-Wäiff), die Amerikaner sprechen es ähnlich wie „Sie-Wäiw“ aus.
Komfortabel wird die Steuerung des Home Control Systems vor allem durch die nahtlose Einbindung von Mobilgeräten. So erspart man sich in weiten Bereichen Fernbedienungen und Schalter und auch Displays, weil man alles am Handy oder Tablett betrachten und steuern kann.
Denkbar ist sogar, in zentralen Räumen ein günstiges Tablett an die Wand zu hängen und von dort alle Steuervorgänge zu überwachen.

Damit das funktioniert, gibt es sowohl für Android-Geräte, als auch für iOS-Geräte Applikationen (Apps), die man selbstverständlich kostenlos aus den jeweiligen Stores herunterladen kann.

Tip: In der App kann man leicht auf die klassische Browseransicht in der Desktopversion umschalten, sodaß man bei größeren Displays den gleichen Komfort hat, wie beim „großen“ Computer.

In diesem Bericht beschränke ich mich auf die iOS-App aus den App-Store.

Glückliche Menschen

Glückliche Menschen

Die App ist schnell heruntergeladen, die Installation geht automatisch. Man meldet sich mit den vorher im Desktop-Programm vergebenen Login an und schon darf man etwas warten.
So richtig fix ist die App nicht. 14 Sekunden benötigt bei mir auf dem iPhone 6 die App, bis sie von diesem Zustand hier:

Devolo HC Home-Control mit Z-Wave - Steuerung per AppDevolo HC Home-Control mit Z-Wave - Steuerung per App

devolo-warten

zu diesem Startbildschirm gelangt:

devolo-app-start

Hier sehe ich dann einige der Home-Control-Geräte aufgelistet, jedoch seltsamerweise nicht alle. Die Meßsteckdose fehlt. Sie bekomme ich erst zu sehen, wenn ich links oben das Menü öffne und „Geräte“ auswähle.
Nach dem Druck auf „Geräte“ legt die App wieder einige Gedenksekunden ein, die leider ohne Sanduhr oder „Warte-Symbol“ vergehen, sodaß ich nicht weiß, ob die App im Nirwana gelandet ist, oder im Hintergrund etwas macht.

Update-Flash:

Die Entwickler sind nach dem Bericht im Dreibeinblog nun dabei, die Performance des Systems etwas reaktionsschneller zu machen. Vor allem aber wird in einer kommenden Update-Version ein „Spinner“ ein Warte- bzw. Ladesymbol eingefügt.

Nun ist auch die Meßsteckdose dabei. Das ist deshalb so, teilt mir Devolo mit, weil man auf der ersten Übersichtsseite nur die Geräte angezeigt bekommt, die auch in der Desktopversion auf dem Übersichtsbildschirm eingeblendet sind.
Leider kann ich aber auf der Übersichtsseite in der Desktopversion ebenfalls die Meßsteckdose nicht hinzufügen, sie ist einfach bei der Liste der hinzufügbaren Elemente nicht dabei:

Leider ist die Meßsteckdose auch in der Desktopversion nicht hinzufügbar. Sie bleibt mysteriöserweise verschwunden.

Leider ist die Meßsteckdose auch in der Desktopversion nicht hinzufügbar. Sie bleibt mysteriöserweise verschwunden.

Schauen wir uns die Betätigung an. Der 2-/4-fach-Wandschalter ist ein zentrales Element der Heimsteuerung und kann klassisch als einfache Ein-Aus-Wippe oder clever 4-fach mit Funktionen belegt werden.
So sieht das in der App aus:

devolo-app-schalter

Und so sieht es immer aus. So sieht es aus, wenn nichts gedrückt wurde, so sieht es aber auch aus, wenn etwas betätigt wurde. Man muß genau zielen, um die etwas kleinen Tastfelder zu treffen und ich bekomme dann keine Rückmeldung, keine optische, keine akustische, ob sich da nun etwas getan hat. Ein Klicken oder ein kurzzeitiges Nicken oder Aufleuchten des betreffenden Schalters wäre sehr schön. So bleibe ich im Ungewissen, ob ich richtig getroffen habe und ob wirklich etwas passiert.
Genauso fummelig ist die Bedienung der Schlüsselbundfernbedienung via App.

Update-Flash:
Devolo teilt hierzu mit: „In der Tat waren die Bedienelemente des Schalters und Fernbedienung nicht im Fokus, weil wir davon ausgingen, dass die dahinterliegenden Szenen direkt abgespielt werden und nicht über den Schalter. Wir werden hier nachbessern und die „Haptik“ verbessern.“

Frage: Warum will man aus der Ferne die Schlüsselbundfernbedienung oder die einzelnen Tasten eines Wandschalters ansprechen? Weil man möglicherweise auf die einzelnen Tastet sehr komplexe Regeln gelegt hat. Die einzelnen Bestandteile bzw. Geräte dieser Regeln, die oft in Abhängigkeit zueinander stehen, nun einzeln abzurufen ist fehlerbehaftet und umständlich. Deshalb bietet es sich etwa an, direkt auf die dafür vorgesehenen Tasten seiner Home Control Bedienungen zuzugreifen.

Leider taucht die App immer mal wieder ab. Während ich dies schreibe, geht immer wieder der Sperrbildschirm des Handys an, danach ist die App oft wieder im „grauen Zustand“ nach dem es 14 Sekunden dauert, bis wieder Symbole auftauchen.
Dann befinde ich mich wieder in der Geräte-Übersicht, tippe erneut ein Gerätefeld an und warte ohne Rückmeldung, ob sich was tut. Nach etlichen Sekunden tut sich was, bis dahin harrt man in Unruhe, ob das Handy die Displayberührung überhaupt registriert hat.
Aber wie oben im „Update-Flash“ schon berichtet, arbeitet man an einer Performancesteigerung und wird ein Wartesymbol hinzufügen.

Im Übrigen, das fällt mir auf der Grafik oben auf, liegt der Batteriezustand des Wandschalters schon bei nur noch 74%. Und das, obwohl ich die Geräte erst wenige Tage im Einsatz habe.

Hierzu ist zu bemerken, daß die Batterieanzeige nur Annäherungswerte wiedergibt und nicht linear verläuft. Im Studio haben wir nun 200 Tastendrücke simulieren lassen und es bleibt bei 74%. Offenbar interpretiert der für die Ladezustandsanzeige zuständige Algorithmus die erste Teilentladung besonders dramatisch. Die Kurve dürfte anfangs steil und dann sehr flach verlaufend sein, denn die verwendete Flachzelle sollte erheblich länger halten. (Verwendeter Batterietyp CR2032 3 Volt.)

Beim Schalten der Meßsteckdose über die App gibt es eine optische Rückmeldung beim Schaltknof. Das ist auch gut so.

devolo-messsteckdose-app

Denn so macht die Meßsteckdose in der App wenigstens irgendwas. Wenn es auch dummes Zeug ist. Denn sie zeigt mir fröhlich an, daß sie 0,0 Watt verbraucht; demnach ist der angeschlossene Verbraucher nicht an.

Die Desktopversion und mein Blick nach oben zeigen aber, daß dem NICHT so ist, die Lampe ist an und verbraucht knapp 7 Watt:

devolo-messsteckdose-desktop

So sehr der kleine Schalter in der App auch schön optisch seine Betätigung anzeigt, er macht aber nix, die Lampe läßt sich aus der Ferne nicht schalten.
Dem steht auch keine gegengerichtete Regel im Weg oder sonstwas, denn über die Dekstop-App klappt’s reibungslos.
Warum das so ist, läßt sich nicht nachvollziehen. Wenn man die App beendet, was bei iOS Wegwischen aus der Übersicht bedeutet, und neu startet, dann klappt alles wieder.
Das mag durchaus auch ein Handyproblem sein.

Die App ist übrigens auch eine In-Browser-App. Das heißt, man lädt sich keine statische Applikation herunter, sondern eine eigene Browseroberfläche, in der man arbeitet. Der Vorteil: Aktualisierungen kann Devolo jederzeit einspielen, ohne daß man ständig aktualisieren muß.

In der App habe ich dieselben Funktionen, wie beim Desktopprogramm.

  • Übersicht
  • Haus-Tagebuch
  • Geräte
  • Gruppierungen
  • Zeitsteuerungen
  • Szenen
  • Nachrichten
  • Regeln
  • FAQ
  • Browser-Ansicht

Was beim Haustagebuch auffällt: Am Ende der langen Liste habe ich nicht, wie bei Safari-Browserfenstern mit < und > Vor- und Rücksprungmarken oder mit einem Knopf -top- die Möglichkeit schnell nach oben springen zu können, sondern muß die ganze lange Liste wieder hochscrollen.

Update-Flash:
Aufgrund dieser Anregung wird es demnächst eine nicht mitscrollende Menüleiste oben und einen „back-to-top“-Button unten geben. Vielen Dank!

Noch etwas: Bei den Bewegungsmeldern/Tür-/Fensterkontakten kann man ja auch die Helligkeit messen und anhand von Regeln sehr hübsch auswerten. Leider ist eine Angabe wie „Helligkeit 8%“ absoluter Kokolores. 8% von was bitte? Bezogen auf was?
Jetzt ist es gerade 15 Uhr und in meinem Büro taghell. Die Anzeige für den Fensterkontakt sagt 9% Helligkeit. Schalte ich alle Lichter ein, habe ich 12%. Der einen Meter entfernte und in dieselbe Richtung blickende Bewegungsmelder meint aber es sei nicht nur 2,5 Grad kühler, sondern mit 94% auch sehr viel heller.

devolo-5-helligkeit

Eine genaue Lux-Messung wird man von den Lichtsensoren nicht erwarten dürfen, aber ein wenig mehr Genauigkeit wäre schön. Zumindest hätte ich gerne eine Liste, aus der ich entnehmen kann, welchen Situationen 100% und sagen wir 80% und 25% entspricht.
Ohne verläßliche Kenngrößen taugen die Sensoren eher nur, um Licht-an und Licht-aus zu melden, denn wenn man nicht weiß, was 9% sein sollen, wird das Ganze zu einem Experiment. Man müßte dann langwierig durch Ausprobieren herausfinden, welche Wert welcher Situation entspricht und wie er dann angesprochen werden kann.

Wer mehr machen möchte, als Zustände abzulesen und Regeln, Gruppierungen und Zeitsteuerungen ein- und auszuschalten, der muß in die Desktop-Ansicht umschalten.
Auf dem Handy ist sie recht klein. Bei quergelegtem iPhone geht es aber gerade so:

devolo-5-iphone

Will man mehr sehen, vor allem aber wenn man den Knopf „Mobilansicht“ erreichen will, muß man das Display mit einer Geste großziehen.

Auf dem Tablett sieht die Welt schon wieder ganz anders aus:

devolo4header

Ein Bug ist mir noch aufgefallen:

In dieser Ansicht sieht man, daß die Regel nur aus den zwei Komponenten „Garagentrosensor“ und „E-Mail“ besteht. Neben dem Namen der Regel werden aber auch noch Komponenten/Funktionen angezeigt, die ich testweise mal eingerichtet hatte, nämlich Meßsteckdose und #blabla.

devolo5-ftg

Fazit:

Die App ist gut. Sie wird laufend verbessert. Man kann von unterwegs die wichtigsten Dinge damit erledigen und über den Desktopmodus die gleichen Einstellungen vornehmen, wie vom PC aus.

Insgesamt konzentriert sich devolo an Widgets. Diese sind auf dem PC okay, in der reinen App-Ansicht zu klobig und in der Desktop-Ansicht auf dem Mobilgerät (Handy) zu klein.
Auf dem Handy werden mir die Widgets einzeln (oder zweifach bei Landscape) untereinander angezeigt. Es ginge auch so:

devolo1

Mit etwas Mut zu einer größeren Schrift bekommt man drei Widgets nebeneinander und ca. 18 Stück insgesamt auf den Bildschirm. Da hat man alle Anzeigen sinnvoll auf einen Blick. Will man steuern oder etwas einstellen, geht das entweder über etwas vergrößerte Plus- und Minustasten oder bei komplexeren Belegungen, indem man das Widget durch Antippen vergrößert.
Da kann man noch etwas dran feilen.
Oder wie wäre es mit einer Hausansicht, wie im obigen Beispiel simuliert?

Zufrieden bin ich mit der App. Wenn man sich einmal in der Desktopversion zurechtgefunden hat, ist die App ebenso umfangreich bedienbar.
Aber ich sehe noch einiges an Verbesserungspotential.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!



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