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Deutschland ein Einwanderungsland

Deutschland ein Einwanderungsland

Daß Deutschland bereits seit vielen Jahren ein Einwanderungsland ist, darüber besteht überhaupt kein Zweifel. Wer das abstreitet, der hat die Zeichen der Zeit nicht gesehen und den Schuß einfach nicht gehört. Es gehört nämlich sehr viel Ignoranz dazu, verkennen zu wollen, daß Deutschland nicht nur von einer steigenden Zahl von Fremden als Wohnsitz angestrebt wird, sondern daß wir diese Zuwanderer auch noch dringend brauchen.

Daß Menschen von einem Ort, an dem es ihnen nicht so gut geht, wie in Deutschland, zu einem Ort streben, der ihnen ein Auskommen bietet, das ist durchaus verständlich.
Denkt man daran, daß in vielen osteuropäischen Ländern selbst Akademiker nur 300-500 Euro im Monat verdienen und gute Handwerker oft nicht über 200 Euro monatlich kommen, so liegt auf der Hand, daß der Anreiz, hier bei uns allein schon durch den Bezug des Kindergeldes einen vergleichbaren Betrag zu bekommen, sehr groß sein muß.

Auf der anderen Seite darf man aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen, daß zu allererst, beispielsweise in Rumänien und Bulgarien, nun diejenigen ihre Koffer packen, denen es dort am schlechtesten geht. Es sind dies diejenigen, die aufgrund mangelnder Bildung keine Arbeit haben, die ethnisch ausgegrenzt werden, wie beispielsweise Sinti und Roma, und es sind diejenigen, die schlicht und ergreifend sowieso nichts mehr zu verlieren haben.
Andersherum gesagt: Diejenigen, die einen Job haben und halbwegs gut verdienen, werden den geringsten Anreiz verspüren, das bißchen rumänische oder bulgarische Erfolgsgeschichte, das die leben können, aufs Spiel zu setzen und in eine ungewisse Zukunft in Deutschland zu steuern.

Es sind auch vor Generationen nicht diejenigen Europäer über den Atlantik geschippert, um in Amerika eine neue Existenz aufzubauen, die hier ein gutes Auskommen hatten, sondern diejenigen, denen hier existentiell das Wasser bis zum Hals stand. Oft genug wanderten sie mit der Minimalhoffnung aus: Schlimmer kann es kaum kommen.

Wie nah ist da im Vergleich Deutschland aus der Sicht eines Rumänen oder Bulgaren!

Deutschland ein EinwanderungslandDeutschland ein Einwanderungsland

Ich möchte hier nicht mit demographischen Zahlen langweilen. Aber noch vor einer Generation war unser Rentensystem schlüssig. So und soiele Arbeitnehmer ernährten solidarisch einen Rentner. Der lebte auch nur eine überschaubare Zeit.
Schon jetzt stößt dieses System erwiesenermaßen an seine Grenzen; noch dramatischer wird es in 15 Jahren sein, wenn jeder Arbeitnehmer exakt auch einen Rentner finanzieren soll.
Daß das nicht funktioniert, muß ich niemandem erklären.

Als Notbremse haben uns die Politiker quasi in Windeseile Hartz IV, Riesterrente, Rürup-Rente und die Grundversorgung aufs Auge gedrückt und schreiben damit vor, mit wie wenig man bitteschön auszukommen hat, wenn man nicht der Quasi-Verpflichtung folgt, und flugs noch einen Haufen privat vorsorgt. Woher das Geld kommen soll, mit dem man die miserabel verzinsten Riester- und Rürup-Renten und Lebensversicherungen bezahlen soll, das sagen sie einem nicht.
Denn auf der anderen Seite wollen sie um Himmels Willen keinen Konsumverzicht, damit der Konsummotor der Wirtschaft nicht ins Stottern kommt.

Die allermeisten Leute haben gar kein Geld übrig, um es noch irgendwie rechtzeitig gewinnbringend anlegen zu können, damit am Ende, in der Rentenzeit, auch genug dabei herauskommt.

Und daß dieses System nicht funktioniert, weil die ganzen privaten Versorgungsangebote nämlich nur einem nutzen, den Versicherungen und Finanzierern, die die entsprechenden Produkte anbieten, sieht man daran, daß uns jetzt Strafzinsen drohen.
Statt einen hübschen Ertrag dafür zu bekommen, daß man sparsam ist, in gewissen Bereichen Verzicht übt und etwas auf die hohe Kante legt, wird man bald gar nichts mehr für sein Geld bekommen. Dann wird nicht nur die Inflation das Geld langsam auffressen, was ja jetzt schon der Fall ist, da die Zinsen unterhalb der Inflationsrate liegen, sondern dann verlangen die Banken auch noch Gebühren dafür, daß sie unser Geld verwalten.

Das alles geschieht vor dem Hintergrund, daß vor nicht allzu langer Zeit riesige Bankenverluste, ausgelöst durch aberwitzige Spekulationen in der internationalen Finanzblase, schlicht und ergreifend von der Allgemeinheit getragen wurden.
Geht es aber um das Wohl der Allgemeinheit, die aus vielen Einzelnen besteht, auch dich und mich umfaßt, dann machen die Finanzkonzerne ganz schnell den Beutel zu.
Schulden werden der Gesellschaft aufgebürdet, Gewinne werden nur der eigenen Bilanz zugeführt.

Das System ist an seinen Grenzen, es gibt weder ein Patentrezept, noch eine schnell durchführbare Lösungsstrategie. Von keiner einzigen Partei höre ich auch nur ansatzweise eine Lösung, und auch die LINKE, die mit Sprachrohr Gysi gerne mal in diesem Themenbereich palavert, ist uns den Lösungsweg schuldig geblieben.

Wenn wir es wieder so haben wollen, wie es einmal war, daß nämlich viele Arbeitnehmer gemeinsam einen Rentner versorgen, dann muß schlicht und ergreifend die Zahl der Arbeitnehmer erhöht oder die Zahl der Rentner verringert werden.
Da kommt man dann natürlich schnell auf die Idee, die Lebensarbeitszeit der Rentner ratzfatz mal eben zu verlängern und das Renteneintrittsalter nach hinten zu verschieben.
Damit werden die Alten dann nicht so schnell Rentner und die Stelle, an der die Schere auseinanderklafft, wird um einige Jahre nach hinten verschoben.
Letztendlich werden durch solche Maßnahmen aber nur wenige Jahre erkauft, bis das System dann ganz sicher doch zusammenbrechen wird.

Eins ist doch aber ganz sicher richtig: Jemand, der sein Leben lang gearbeitet hat, der hat auch eine dementsprechende Altersversorgung verdient. Die Renten immer weiter zu kürzen und die Verantwortlichkeit dafür immer mehr auf die Arbeitnehmer zu verlagern, führt letztlich zu nichts.
Jeder alte Mensch muß soviel Geld zur Verfügung haben, daß er ein würdevolles Auskommen hat und keine Not leiden muß.

Wir werden aber immer mehr alte Menschen haben, denn die demographischen Zahlen belegen es eindeutig, wir werden als Volk immer älter.
Und die Kosten, die im Rentenalter durch uns verursacht werden, werden immer höher. Das liegt nicht zuletzt am kranken Gesundheitssystem, das immer noch vorzugsweise den Pharmakonzernen und gewinnsüchtigen Krankenhausbetriebsgesellschaften das Geld in die Taschen spült, während überall in der Republik die Landärzte entnervt aufgeben.

Ich hatte es weiter oben im Text schon angedeutet: Die Deutschen bekommen zu wenig Kinder.
Unsere skandinavischen Nachbarn machen es uns derzeit erfolgreich vor, wie man junge Paare dazu animiert, mehr als nur 1,4 bis 1,6 Kinder zu bekommen.
Uns wird aber nur eins klar gemacht: Jeder muß Karriere machen, als Elternteil zu Hause bist Du nämlich nicht produktiv genug.

Würden unsere Paare wenigstens 2+ Kinder bekommen, würde sich auch das System noch viel länger tragen lassen.
So aber werden sich die Deutschen innerhalb weniger Jahrzehnte halbiert haben.

Rund 820.000 Sterbefällen im Jahr stehen nur zwischen 600.000 und 700.000 Geburten gegenüber.
Und so ist es absehbar, daß wir in gar nicht allzu ferner Zukunft nur noch zwischen 40 und 50 Millionen sein werden und keine über 80 Millionen mehr.
Und von diesen rd. 45 Millionen Deutschen werden mehr als die Hälfte alt sein.

Daß das nicht so weitergehen kann, daß das nicht mehr finanziert werden kann, das liegt doch glasklar auf der Hand, da braucht man gar nicht drüber zu diskutieren.

Daß wir dann nicht mehr die Mehrheit im eigenen Land sein werden, das liegt dann nicht daran, daß wir von einer islamischen oder osteuropäischen Flut überrannt worden sind, sondern daß wir uns einfach nicht mehr genug selbst reproduziert haben.
Wir werden -um es ganz vereinfacht auszudrücken- genauso aussterben, wie einst der Neandertaler angesichts der Flut von Homo Sapiens untergegangen ist.

Ohne die Migranten, die übrigens viel reproduktionstüchtiger sind, würde unser System heute schon nicht funktionieren.

Ich kann das Stammtischgesülze über die Türken, Italiener und Spanier, die wir als Gastarbeiter geholt haben und die dann „leider“ nicht mehr wieder weggegangen sind, wie man es von Gästen ja eigentlich erwartet, nicht mehr hören.

Wären diese ausländischen Arbeitskräfte nämlich nicht hier geblieben, hätten wir unseren Laden schon längst zu machen können.

Aber was ist die Lösung des Problems?

Um die Wahrheit zu sagen: Ich habe auch kein Patentrezept. Wer eins hat, der soll es mir in die Kommentare schreiben, am besten direkt bei www.dreibeinblog.de und nicht bei Facebook, wo die Diskussion schnell untergeht.

Auf jeden Fall kann es so wie bisher nicht weitergehen.
Zu allererst muß geschaut werden, daß wir die dringend benötigten Facharbeiter und Arbeitskräfte bekommen. Die können wir aus dem eigenen Volk heraus ausbilden, werden aber nicht umhin kommen, auch eine gewaltige Zahl von Ausländern hinzu zu nehmen.
Und genau das ist der springende Punkt: Wir müssen Anreize schaffen, daß nicht nur die bildungsfernen und sozial schwachen Schichten aus Osteuropa hier her gezogen werden, sondern daß sich auch diejenigen hierher bewegen, die etwas anzubieten haben.
Hinzukommen müssen Qualifizierungsprogramme für diese Einwanderer, um sie fit zu machen, für unsere Anforderungen.

Die Familien müssen animiert werden, mehr Kinder in die Welt zu setzen. In kaum einem Land der Welt lebt man sicherer und besser versorgt und in größerem Wohlstand, als bei uns. Das Argument, in unsicheren Zeiten keine Kinder auf die Welt bringen zu wollen, ist ein selbstsüchtiges, das nur vorgeschoben wird, um das eigene Karrierestreben und Freizeitverhalten, etwas zu kaschieren.

Die Lebensarbeitszeit kann man nicht beliebig verlängern. Wer will und kann, der sollte so lange arbeiten können, wie er mag. Wer aber nicht mehr kann, wie der immer wieder beschworene Dachdecker oder Hochofenarbeiter nach 40 harten Jahren im Job, der muß auch ohne große Not in den verdienten Ruhestand gehen können; und zwar genau dann, wenn er nicht mehr kann!

Wenn wir nicht dahin kommen wollen, wie es in vielen Science Fiction-Filmen düster aufgemalt wurde, daß wir uns aller Menschen entledigen, die im Begriff sind älter und damit lästig zu werden, dann müssen wir die Zahl derjenigen, die in die Renten- und Gesundheitstöpfe einzahlen, drastisch erhöhen.
Durch Geburten, durch junge qualifizierte Zuwanderer und durch Ideen und Programme, die im Ergebnis darauf abzielen, das System finanzierbar zu machen.

Aber dieses ständige Geschrei, wir „Volksdeutschen“ müssten uns vor der islamischen oder osteuropäischen Flut schützen, das ist und bleibt ein nutzloses Geschrei.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


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  1. Arndt
    Arndt 2 März, 2015, 12:38

    Einfach mal kurz ein Lob über die Mühe, die ihr euch mit den Grafiken immer gebt.
    Klasse gemacht, hier Deutschlandfahne als Puzzle mit dem großen Türkenhalbmond und Polen, Bulgarien und Rumänien(?) als Puzzlesteine. Toll!

    Antwort auf diesen Kommentar
  2. Scrooge
    Scrooge 2 März, 2015, 12:42

    Zu Deinem Absatz über Gregor Gysi, den ich selbst zu Wahlkampfzeiten bei einer Kundgebung auf dem Marktplatz gehört habe. Direkt vom Lastwagen runter, ca. 100 Zuhörer, also nichts großes, typische Wahlrundreise eben.

    Habe es ähnlich wie Du empfunden: Rhetorisch unheimlich gewandt und hat die Finger zielsicher in alle Wunden unserer Gesellschaft und Regierung gelegt. Am Ende konnte man eigentlich nicht anders und musste ihm gedanklich voll zustimmen. Nur: Er hat halt immer nur von den Problemen geredet, aber kein Wort davon, welche Lösungen oder auch nur Ideen er oder seine Partei hat.

    Seitdem höre ich überall genauer hin und auch viele andere Politiker reden nur darüber, was die anderen falsch machen. Schade.

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Peter Wilhelm
      Peter Wilhelm Autor 2 März, 2015, 12:53

      Rhetorisch ein Begnadeter. Es macht richtig Spaß, ihm zuzuhören. Aber er spielt in der gleichen Liga, wie ein guter Kabarettist. Er sieht genau, wo es dem Bürger weh tut, und diese Punkte bringt er spitz und gekonnt auf den Tisch.
      Dadurch erzeugt er ein Zustimmungsverhalten, weil er das, was viele denken, so toll aussprechen kann.

      Nur eben: Wo bleiben die Ideen zur Lösung?

      Antwort auf diesen Kommentar
  3. Gerda
    Gerda 2 März, 2015, 13:31

    Ich lese schon lange Zeit im Stillen mit – aber dieser Artikel/Kommentar oder was auch immer hat mich dazu gebracht einmal eine Antwort zu schreiben. Ja, das trifft den Nagel auf den Kopf – und macht leider viele engagierte Menschen müde an der Politik – diese ewig gleichen „sollte. müsste, könnte“ Aussagen und keine konkreten Lösungen, oder auch nur, wenn auch kleine, Ansätze dazu.

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Peter Wilhelm
      Peter Wilhelm Autor 2 März, 2015, 13:42

      Danke, daß Du über Deinen Schatten gesprungen bist und nun doch einmal kommentiert hast.

      Ich sehe nicht einmal die kleinen Ansätze dazu.
      Das was ich sehe, das sind Notpflaster, die man auf offene Wunden klebt, um das vorzeitige Verenden des Systems zu verhindern. Nur die Wunde selbst wird nicht geheilt.

      Antwort auf diesen Kommentar
  4. riepichiep
    riepichiep 2 März, 2015, 16:22

    Direkt zu dem Satz
    „Die Familien müssen animiert werden, mehr Kinder in die Welt zu setzen.“

    Nun bin ich seit einiger Zeit Teil einer Familie – und ganz ehrlich, in Deutschland kann man sich da schon mal unwohl fühlen.
    Das geht teilweise beim deutschen Amt los, wenn Betreuungsgeld und Co. Monate brauchen um bewilligt zu werden.
    Das geht dann weiter, wenn a) beide berufstätig sein sollen (Wirtschaftswachstum aufbauen) und aber b) der Betreuungsanspruch das Papier nicht wert ist, auf den er gedruckt wird.
    Aber ich will nicht nur auf den Staat schimpfen – auch die Mitmenschen sind nicht besser. Ich kann mich an eine Person erinnern, die (ernsthaft?) meinte, Familien seien Sozialschmarotzer und wer gerne das „Hobby Kinder“ haben will, soll gefälligst für alle Kosten (Schule, Kita, usw.) selbst aufkommen. Er fände das unverschämt, dass er das mit seinen Steuern mitbezahlen muss …

    Lange Rede, kurzer Sinn – als junges Elternteil habe ich das Gefühl, dass der Satz „Es müssen mehr Kinder in D geboren werden“ maximal eine niedliche Absichtserklärung ist (ähnlich einem „Ich muss 10 Kilo abnehmen“ – wenn nicht, dann halt nicht …)
    Die Realität sieht (für mich) meistens anders aus …

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Peter Wilhelm
      Peter Wilhelm Autor 2 März, 2015, 16:53

      Darum schreibe ich ja.
      Es wird der Anschein erweckt, als ob, aber dieser Anschein ist nichtmals so gut zur Täuschung geeignet, daß wir nicht dahinterkommen.

      Das ist dasselbe wie mit den 8,50 € Mindestlohn.
      Schnell geschossen, ohne nachzudenken, eine reine Plakatmaßnahme, die in der Realität von jedem Arbeitgeber, der nur halbwegs clever ist, durch geschickte Vertragsgestaltung sofort ausgehebelt wird, sodaß am Ende genau diejenigen, die davon profitieren sollten, noch schlechter da stehen, als zuvor.

      Antwort auf diesen Kommentar
  5. Peter Grohmüller
    Peter Grohmüller 2 März, 2015, 16:38

    Deutschland ist definitiv ein Einwanderungsland – es war es schon, noch bevor die Bundesrepublik überhaupt gegründet wurde. Auch wenn dies die rechtskonservativen Stammtisch-Krakeler mit Rücksicht auf ihr tumbes Wahlvolk vehement bestreiten. Die gleichen Boulevard-Schmierblätter, die einen Sami Khedira oder einen Jérôme Boateng in den Himmel schreiben, schütten ihre chauvinistische Gülle über denjenigen aus, die nicht gerade im Kader einer Bundesligamannschaft stehen, sondern hierzulande einfach nur ihr Heil und Schutz vor Krieg oder Armut suchen. Sicher sind unter den Hunderttausenden, die derzeit zu uns strömen, auch einige Schnorrer. Die kosten uns aber einen Bruchteil dessen, was die Damen und Herren bei Commerzbank und Hypo Real Estate in den letzten 5 Jahren an Steuergeldern vernichtet haben.

    Dass wir angesichts der demographischen Entwicklung ohne Einwanderung ziemlich schnell bankrott sein werden, steht ebenso ausser Frage wie die Tatsache, dass wir durch die Menschen aus aller Herren Länder eine unglaubliche kulturelle Bereicherung haben, die man nicht unbedingt in Euro und Cent bemessen kann. Was man jedoch sehr leicht berechnen kann, wäre der immense Benefit einer gleichen Besteuerung von Arbeit und Kapitalerträgen, die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze bei der Sozialversicherung und eine Heranziehung sämtlicher Einkommensarten bei der Finanzierung unserer Solidargemeinschaft.

    Leider ist dies mit den ganzen Parteien, die sich in der „politischen Mitte“ gegenseitig auf die Hühneraugen treten nicht zu machen. Diese sorgen sich eher um adäquate Anschlussposten nach ihrer parlamentarischen Karriere, als um das Wohlergehen der Bevölkerung, wie man an den Beispielen Daniel Bahr, Dirk Niebel oder Eckart von Klaeden wunderbar sehen kann.

    Deshalb müssen wir für jeden Einwanderer dankbar sein und ihn entsprechend willkommen heißen, bevor er es sich angesichts dieser unappetitlichen Zeitgenossen anders überlegt und weiterzieht.

    Antwort auf diesen Kommentar
  6. Georg
    Georg 20 August, 2015, 18:31

    Der Landstrich der die heutige BRD ausmacht war schon immer ein Durchwander und Einwanderungsland und schlecht bekommen ist es im allgemeinen Niemanden.
    als zur Kaiserzeit im Ruhrgebiet dank Bergbau und industrieller Revolution die Arbeitskräfte knapp wurden hat man aus den Besetzten Polnischen Gebieten die zu der Zeit Reichsgebiet waren Arbeitskräfte angeworben.Es waren in der Regel auch die „Bildungsferneren“ Schichten die dem Ruf gefolgt sind ,deren Kultur blieb polnisch geprägt,es gab polnisch sprachige Zeitungen,Vereine,Kneipen,Geschäfte etc.pp.. Aber heute ist davon nichts mehr zu sehen denn ihre Nachfahren haben sich im Laufe der Zeit integriert und so wird es auch mit den Einwanderen heute sein,sie Bereichern unser Leben z.B. durch neue Essgewohnheiten,Musik.Mode,sie haben ihre Zeitungen,Geschäfte,Vereine,Lokale ,ihre Nachfahren werden sich aber früher oder später kaum noch von Schantalle-Loona Schmitt und Kevin-Leon Krawuttke unterscheiden.
    Im übrigen hauen uns ja sogar die gut Ausgebildeten mit Migrationshintergrund (was für ein Blöder Ausdruck) ab ,dank ihres Namens werden sie ungerne von Deutschen Firmen genommen,egal wie Super ihre Ausbildung ist,sie gehen dann zurück in die Heimat der Grosseltern/Eltern weil sie dort fast immer mit Kusshand genommen werden.
    Mann sollte einen Menschen nicht nach Herkunft und Namen beurteilen sondern nach seinem Charakter und den kann man nur dann kennenlernen und beurteilen wenn man diesen Menschen willkommen heisst.
    Interessanter Bericht:
    http://www.ndr.de/nachrichten/Deutsch-Tuerken-Einmal-Heimat-und-zurueck,rueckkehrer100.html

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