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Das Bundeskriminalamt hat Ihren Rechner gesperrt

Das Bundeskriminalamt hat Ihren Rechner gesperrt

Die Polizei hat den PC gesperrt, bitte notieren Sie den nachfolgend genannten Code und bezahlen Sie sofort 200 Euro per Cash-System.
Betrügerisches Pop-up-Fenster

Betrügerisches Pop-up-Fenster

Solche Meldungen habe ich persönlich noch nie gesehen, aber ich benutze einen Apple-Rechner und bekanntermaßen sind die, wegen der geringeren Verbreitung und evtl. etwas besserer Software, auch nicht ganz so anfällig für so einen Schwachsinn, wie Windows-Rechner.
Wie dem auch sei, viele Internetsurfer haben in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen solche Meldungen (s.o.) auf dem Bildschirm. Oft ist dann der PC auch „eingefroren“. Vorzugsweise tauchen diese auf, wenn man zuvor eine Seite mit Glücksspiel-, illegalen Download- oder pornographischen Inhalten geöffnet hatte.
Und solche Seiten öffnen ja jugendliche Männer z.B. gerne mal „aus Versehen“.

Nun kann sich jeder, der seine fünf Sinne beieinander hat, denken, daß es sich bei solchen Einblendungen, auch wenn das ein Polizeisiegel zu sehen ist, NICHT um offizielle Meldungen von Polizei, Bundeskriminalamt oder Verfassungsschutz handelt.
Das sind Meldungen, ausgegeben von Schadsoftware, die nur zum Zweck haben, illegal Geld zu generieren. Viele Anwender fallen aus Angst vor Strafverfolgung oder weil die Schadsoftware ihren Rechner blockiert, auf diese Betrugsmasche herein und zahlen lieber still und leise den geforderten Betrag.

Diese Meldungen sind also nie echt. Strafverfolgungsbehörden und Vereine oder Unternehmen, die Urheberrechte schützen und Nutzungsrechte wahrnehmen, melden sich niemals auf solche Weise bei den Internetbenutzern.

Um seinen Rechner zu infizieren, genügt in den meisten Fällen schon der Besuch einer präparierten Website aus – der unerwünschte Trojaner installiert sich über eine der mannigfaltigen Windows-Sicherheitslücken vollautomatisch und unbemerkt.
Ein derartig infizierter Rechner kann aber oft mit Hilfe einer so genannten Rettungs-CD gesäubert werden. Das ist zwar umständlich, aber immer noch einfacher als das Neuaufsetzen des gesamten Systems.

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Hier kann man solche CDs herunterladen:

Kaspersky: Rescue Disk 10 (Download via Firmen-Website)
F-Secure: Rescue CD (Download über Firmen-Website)
AVG Rescue CD (Download über Chip.de)
Avira Antivir Rescue System (Download über Chip.de)

Tipps der Polizei:

  • Bezahlen Sie auf keinen Fall den geforderten Betrag. Dies würde nichts an der Infizierung ihres Betriebssystems ändern.
  • Halten Sie den Update-Status ihres Betriebssystems und der Anti-Viren-Software immer auf dem aktuellen Stand.
  • Falls ihr Computer betroffen ist, sichern Sie den Inhalt des geöffneten Pop-Up-Fensters möglichst per Foto bzw. notieren sich weitere relevante Daten wie die angegebene E-Mail-Adresse, sowie den Zeitpunkt und die gerade besuchte Internetseite für die Anzeigenerstattung bei der Polizei.

So kann man den so genannten BKA-Virus sicher entfernen: LINK

Link mit weiteren Informationen (SPIEGEL)

Frank Menhorn zeigt in einem YouTube-Video wie man auch ohne Zusatzsoftware den Trojaner wieder los wird:

http://youtu.be/KR3UEJhZfDg

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung
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2 Kommentare auf "Das Bundeskriminalamt hat Ihren Rechner gesperrt"

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Lochkartenstanzer
Gast

> … aber ich benutze einen Apple-Rechner und bekanntermaßen sind die, wegen der
> geringeren Verbreitung und evtl. etwas besserer Software, auch nicht ganz so anfällig für so
> einen Schwachsinn, wie Windows-Rechner.

Und wiegst Dich damit in falscher Sicherheit. Auch wenn Du MacOS oder Linux benutzt bist Du nicht davor gefeit, daß Dein Rechner gekapert wird. Und es ist ein Gerücht, daß man sich den Unrat nur auf Schmuddelseiten einfängt. Inzwischen werden genügend Seiten gekapert, die seriös sind, um den Leuten die Malware unterzujubeln.

Schützen kann man sich nur, wenn man die üblichen vorsichtsmaßnahmen ergreift.

Regelmäßig patchen.
Auf ungewöhnliches Verhalten achten.
regelmäßig offline-Malwarescans durchführen (z.B. desinfect von der c’t).

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