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Alles über Pfefferspray zur Selbstverteidigung gegen Tiere

Alles über Pfefferspray zur Selbstverteidigung gegen Tiere

Pfefferspray ist ein wirksames Mittel, um angreifende Hunde abzuwehren. Immer wieder liest man von Beißattacken und wie schwer mancher Mitbürger dabei verletzt wurde.
Auch die verschiedenen Hundeverordnungen, landläufig „Kampfhundeparagraph“ oder „Kampfhundeverordnung“ genannt, bringen nur vor der Hand etwas.
Zu grob ist das Raster, nach dem Hunde als gefährlich eingestuft werden oder als ungefährlich gelten. So gibt es mannigfaltige Beispiele von ganz liebenswürdigen sogenannten Kampfhunden, die keiner Fliege etwas zuleide tun würden; während es auf der anderen Seite Berichte von beißwütigen mittelgroßen Promenadenmischungen oder des „Teutschen“ liebsten Hundes, des Schäferhundes, gibt.

So ist es nachvollziehbar, daß im Handel beispielsweise leicht anzuwendende Pfeffersprays angeboten werden, mit denen man sich, bei richtiger Anwendung, gegen solche Hundeattacken und Beißangriffe schützen kann.

Pfefferspray

Es wird immer wieder darüber diskutiert, ob Pfefferspray überhaupt erlaubt ist oder nicht.
Außerdem fragen sich viele, wer Pfefferspray kaufen darf und ob man es einfach so ohne Waffenschein mit sich führen darf.

Hier beantworte ich alle Fragen zum Pfefferspray.

Ist Pfefferspray erlaubt?

Das im Fach- oder guten Versandhandel frei verkäufliche Pfefferspray darf ohne weiteres verkauft werden.
Aber bitte achten Sie darauf, daß es eindeutig als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist.
Pfeffersprays sind für Privatpersonen ausschließlich zur Abwehr von aggressiven Tieren erlaubt.

Ab welchem Alter darf man Pfefferspray kaufen?

Pfefferspray ist ein hochwirksames Abwehrmittel. Jedoch ist es in der Handhabung so sicher und nach Ansicht des Gesetzgebers auch so ungefährlich, daß es ohne Altersbeschränkung gekauft werden darf.
Es ist somit an jedermann frei verkäuflich.
Auch hier gilt wieder, dass das Spray eindeutig als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist.

Darf man Pfefferspray mit sich führen?

Ein Abwehrspray auf Pfefferbasis darf frei erworben, mitgeführt und gegen angreifende Tiere eingesetzt werden.
Der Einsatz sollte jedoch nicht unbedarft erfolgen und es muß sichergestellt sein, daß nicht etwa auch Hundeführer oder Passanten von dem Spray getroffen werden.
Bei Versammlungen und öffentlichen Veranstaltungen gelten besondere Regeln. Hier kann das Mitführen von Pfefferspray als unerlaubt gelten.

https://youtu.be/-IKomuNQzX8

Darf man Pfefferspray auch gegen Menschen einsetzen?

Bei Pfefferspray handelt es sich um ein Tierabwehrspray.
Man darf Pfefferspray nicht vorsätzlich gegen Menschen einsetzen.
Gerät man in eine Notsituation, die Notwehr rechtfertigt, ist jedes probate Mittel erlaubt, um seinen Lein und sein Leben zu schützen. In einem solchen Fall kann Pfefferspray natürlich auch gegen Menschen eingesetzt werden.
Man sollte jedoch bedenken, daß man in Sekundenbruchteilen eine Entscheidung fällt, die hinterher über Monate, wenn nicht gar Jahre von den Strafverfolgungsbehörden geprüft und hinterfragt werden kann.
Ob es sich in jedem einzelnen Fall nun wirklich um eine Notwehrsituation handelt, wird wahrscheinlich ein Richter entscheiden, und da kann man leicht schlechte Karten haben.
Deshalb der Rat: Gegen Menschen sollte ein solches Mittel nur als allerletztes Mittel der Wahl eingesetzt werden.

Indes: Die Polizei darf jederzeit Pfefferspray, wenn der Einsatz angemessen ist, gegen Menschen einsetzen.

Besteht die Gefahr, daß man ein Pfefferspray falsch bedient?

In den meisten Fällen wird Pfefferspray in kleinen Sprayflaschen verkauft, die eine Verschlußkappe haben, die ein versehentliches Sprühen in die falsche Richtung (also auf sich selbst) ausschließen.
Hierauf sollte man beim Kauf achten.

Sehr viel bedienungssicherer sind Sprühapparate, die in ihrer Form an Schußwaffen angelehnt sind. Das wirkt auf den ersten Blick martialisch, aber die Handhabung einer solchen Sprühvorrichtung gilt als narrensicher.

Alles über Pfefferspray zur Selbstverteidigung gegen Tierepfefferspray

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Wirkungsweise von Pfefferspray

Der Wirkstoff im Pfefferspray ist Oleoresin Capsicum (OC).
Wer davon an den Augen getroffen wird, kann wenigstens fünf Minuten lang nichts mehr sehen.
Ein derart getroffenes Tier wird sofort den Angriff abbrechen und selbst Schutz suchen.
Die Substanz wirkt auf die Schleimhäute und die Bindehaut ein und verursacht dort ein brennendes Gefühl.
Wird das Mittel auch noch eingeatmet, was meist der Fall ist, folgt auch noch ein heftiger Hustenreflex.

Fazit

Auch wenn es frei verkäuflich ist, ist Pfefferspray alles andere als harmlos.
Nicht ohne Grund gelten derartige Sprays in vielen Ländern als Waffe und sind u.U. dort auch als verboten eingestuft. Deshalb sollte man so etwas tunlichst auch nicht mit ins Ausland nehmen.

Der Gesetzgeber hat bewußt darauf verzichtet, auch dieses Mittel unter Verbot zu stellen oder mit Beschränkungen zu belegen.
Es ist dies die einzige und vergleichsweise auch harmloseste Waffe, die man ohne großen Schaden gegen gefährliche Tiere und in Notwehrsituationen auch gegen Menschen einsetzen kann.
Jedoch empfehle ich den Einsatz und das Führen erst ab 18 Jahren.

Aber genau darauf sollte der Einsatz auch beschränkt bleiben.

Was tun, wenn man von Pfefferspray getroffen wurde?

Nicht reiben und kratzen!
Sofort kontaminierte Oberbekleidung ausziehen!
Kontaktlinsen entfernen!
10 – 15 Minuten lang die Augen mit fließendem kalten Wasser ausspülen.
Falls vorhanden eine Augendusche verwenden!
Der Wirkstoff ist nicht wasserlöslich! Er kann deshalb nicht langsam durch Wasser verdünnt und gemildert werden, sondern das Wasser muß den Wirkstoff regelrecht verdrängen und wegspülen.
Augenarzt oder Augenambulanz einer Klinik aufsuchen!

Pfefferspray auf der Haut

Sofort gründlich mit Seife und kaltem Wasser waschen.
Mit Olivenöl die benetzten Stellen abtupfen. Der Wirkstoff ist fettlöslich! Dann mit Seife nachwaschen und 10-15 Minuten mit kaltem Wasser spülen.
Sind Rötungen und Schwellungen nach einer Stunde nicht weg, gehen Sie zum Arzt!

Pfefferspray in der Lunge

Es wird ein starker Hustenreflex eintreten. Es besteht überdies die Gefahr, daß die Atemwege durch Schwellungen verschlossen werden.
Sind solche Symptome zu beobachten, ist sofort der Rettungsdienst und Notarzt zu rufen!

Pfefferspray auf den Mundschleimhäuten

Hier müssen Sie ebenfalls mit viel Wasser spülen. Das kontaminierte Wasser keinesfalls schlucken!
Ein Schnapsglas Olivenöl kann den Wirkstoff im Mund anlösen, das Öl aber ausspucken und danach sofort wieder mit viel Wasser spülen.
Wenn das alles funktioniert hat, kann man tiefer im Rachen sitzende Wirkstoffreste durch das langsame Schlucken von Pflanzenöl oder fettreichen Lebensmitteln abwärts transportieren.
Im Übrigen kann der Wirkstoff auch durch Alkohol gelöst werden. Den kontaminierten Alkohol nicht schlucken! Nur lebensmitteltauglichen Alkohol verwenden (keinesfalls Spiritus!).

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung
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9 Kommentare auf "Alles über Pfefferspray zur Selbstverteidigung gegen Tiere"

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Dave B
Gast

Auch muss beachtet werden, das Pfefferspray nur gegen Säugetiere wirkt.
Gegen wildgewordene Gänse, Emus, Schwäne, Strauße, Falken und Co wirkt Capsicum/Capsaicin nicht.

Lochkartenstanzer
Gast

Ach, wenn man die vorher gut vorbereitet, kann Pfeffer durchaus den Geschmack verbessern. 🙂

Klaus
Gast

@Lochkartenstanzer: Allerdings… 🙂

Joey
Gast

Gut zu wissen! Ich leide unter der permanenten Angst von einem Emu angegriffen zu werden. Man hört ja so viel!
Auch Spatzen sollen mitunter sehr gefährlich sein.
Ich sage nur: Hitchcocks „Die Vögel“!

Dave B
Gast

Naja, wenn es einen mal nach MeckPom oder Schleswig-Holstein verschlägt, kann einen schon mal so ein wilder Laufvogel entgegenkommen
https://de.wikipedia.org/wiki/Nandu#Nandus_als_Neozoen

Und der Vogel Strauß wird ja in Deutschland auch immer mehr angebaut, wenn man da mal ins Gehege stolpert und nur das Würzspray dabei hat…

Lochkartenstanzer
Gast

> Und der Vogel Strauß wird ja in Deutschland auch immer mehr angebaut, …

Er schmeckt ja auch ganz gut. 🙂

SteffKo
Gast

Das Foto ist nicht reisserisch genug. Das Mädchen hätte statt einem Strauß Blumen ein kleines Kätzchen im Arm haben müssen. Ausserdem wäre statt eines reingeshopter Australien Sheppard eher ein vergrößeter Pitbull reingepasst… Bild Niveau…

Georg
Gast

Aus eigener Erfahrung weiss ich das Pfefferspray bei wild gewordene Hunde nur wirkt wenn man das Spray dem Hund direkt ins Maul spritzt,sonst passiert nichts.
An unserem vorherigen Wohnort hatten Nachbarn einen Schäferhundmix der eigentlich ganz lieb und umgänglich war wenn er nicht gerade von diesen Nachbarn ausgeführt wurde,die konnten nicht mit dem Tier umgehen,er gehorchte denen einfach nicht.An einem Abend hat dieser Hund sich in einen kleinen Katzengrossen Mischling verbissen,alles Schreien,Prügeln und was die noch alles versuchten brachte nichts der Hund liess nicht von seinem Opfer ab.Also rannte ich mit meiner Dose Pfefferspray aus dem Haus und sprühte es dem Hund ins Gesicht,es gab keine Reaktion.Erst als ich ihm den Rest,ca eine halbe Dose,direkt seitlich in sein Maul sprühte liess er hustend und spuckend von seinem Opfer ab.Der Hund stand noch fast 30 Minuten vor dem Haus und sabberte fürchterlich

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via Frank

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