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    Mannheim: E-Ticket genügte Fernbusfahrer nicht – Streit eskalierte

    Heute soll ja alles ganz easy sein. „Hol Dir unsere App!“, lautet die Aufforderung, die uns überall entgegenschallt. Im Kino, im Supermarkt, beim Tanken, überall soll es genügen, das Handy mal eben über ein Lesegerät zu heben und dank der passenden App sollen dann alle Bezahlvorgänge in bislang nicht gekannter Leichtigkeit vonstatten gehen.

    Denkste!

    iPhone-Besitzer sind dank unzureichender NFC-Technologie sowieso bei vielen Bezahlvorgängen außen vor, bei Lidl, Aldi & Co. funktioniert das Bezahlen mit dem Handy auch (noch) nicht und wenn man mit einem so genannten E-Ticket in Mannheim mit dem Fernbus fahren will, dann droht einem Ungemach:


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    Mannheim: E-Ticket genügte Busfahrer nicht – Streit eskalierte

    Da einem Busfahrer das elektronische Ticket, das eine 33-jährige Frau nur als PDF-Datei auf dem Handy dabei hatte, nicht genügte, verweigerte er am späten Montagabend den Zustieg und die Mitfahrt Richtung Brüssel.
    Infolgedessen kam es zu einem heftigen Streit, in dessen Verlauf der Fahrer des Fernbusses die Frau aus dem Bus stieß.
    Dabei verletzte sie sich.
    Ihr Lebensgefährte und ein weiterer Familienangehöriger schritten nun ein, und während einer der beiden den 54-jährigen Busfahrer festhielt, schlug der andere ihm mehrfach mit der Faust auf den Kopf.
    Hierbei zog sich der Busfahrer Verletzungen am Kopf zu, seine Brille im Wert von 1.000 Euro wurde ebenfalls beschädigt.
    Die Ermittlungen der Polizei dauern derzeit noch an.

    So berichtet die Rhein-Neckar-Zeitung am 19.2.2016

    Nun gut, man weiß nicht, was genau vorgefallen ist. Auch die Ticketing-Systeme der Fernbus-Betreiber laufen nicht immer rund, möglicherweise hatte der Busfahrer Grund dazu, die Frau nicht mitzunehmen.
    Wenn diese dann durch renitentes Verhalten und Uneinsichtigkeit noch die Abfahrt verzögert, kann man schon verstehen, daß einem Busfahrer, der einen eng gesteckten Fahrplan einzuhalten hat, irgendwann auch mal der Kragen platzt.
    Aber dann? Wäre es dann nicht an der Zeit, die Polizei zu rufen?
    Natürlich würde das die Abfahrt noch weiter verzögern. Aber es steht einem Busfahrer nicht zu, einen Kunden -und das war die Frau ja, ob nun mit oder ohne gültigem Ticket- mit Gewalt zu begegnen.
    Und Gewalt gegen Frauen geht schon mal gar nicht, finde ich. Und ich weiß, wie rotzfrech und renitent Frauen sein können.
    Genausowenig geht es, daß die Begleiter der Frau das gebotene Maß der Nothilfe überschreiten. Wir leben nicht in Mobhausen oder Lynchburg!
    Da kann man nur froh sein, daß keine der beteiligten Parteien eine Dose von dem jetzt allenthalben voreilig gekauften Pfefferspray dabei hatten.


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    2 Kommentare

    1. Lochkartenstanzer

      19. Februar 2016 at 12:54

      Was ich mich immer Frage, ist, warum Gewalt gegen Frauen anders gewertet werden sollte als gegen Männer. Als ob es gegen Männer weniger schlimm wäre.

      Antwort

      • Peter Wilhelm

        19. Februar 2016 at 15:54

        @Lochkartenstanzer: Das ist gar nicht die Frage.
        Es geht nicht darum, ob und welche Art von Gewalt schlimmer ist.
        Nur ist in mir immer noch der Begriff des schwächeren Geschlechts verwurzelt und ich meine, daß zwei Kerle sich eher gleichberechtigt gegenüberstehen, als daß es bei Mann gegen Frau der Fall wäre.
        Ich weiß, daß es auch Olga Krachnikova gibt, die 2 m groß und 180 Kilo schwer ist, und daß es Männlein von 49 kg gibt.

        Es geht nur darum, daß ich meine, bei Frauen sei es noch ungerechter, weil die sich in den meisten Fällen nichtmal wehren können.

        Antwort

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