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Alle Drohnen am Himmel filmen Privatleute

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Alle Drohnen am Himmel filmen Privatleute. Ist das wahr?

In meinem gestrigen Beitrag „Leute, schießt die Drohnen doch vom Himmel!“ und dem dazugehörigen Video:

sprach ich über die angebliche Bedrohung durch Drohnen, die bei vielen Leuten vorherrscht, die sich ausspioniert fühlen.

Ein Amerikaner hatte eine Drohne schlichtweg mit der Knarre vom Himmel geschossen. Danach wurde er festgenommen und muß sich nun wegen unerlaubtem Schußwaffengebrauch, Sachbeschädigung und öffentlicher Gefährdung verantworten.
Ich sagte dazu, daß es extrem gefährlich ist, eine Drohne vom Himmel zu holen. Denn derjenige, der sich da in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt fühlt, kann dadurch großen Schaden anrichten.

Dazu merkt Dreibeinblog-Autor Peter Grohmüller an:

Chapeau! Ich dachte bisher immer, dass Drohnen auf Menschen ballern, zumindest die aus Israel oder den USA. Aber nicht umgekehrt. Jetzt ballert ein Mensch auf eine Drohne? Dat darf der doch nich, oder? Ich gebe zu, dass auch ich zuweilen ein mulmiges Gefühl habe, wenn so ein Teil mit HD-Kamera über meinem Kopf schwirrt. Klar, die meisten Piloten dürften seriöse Leute sein, die eben gerne Luftaufnahmen drehen. Aber das eine Prozent Voyeure wird man nie verhindern können. Insofern kann ich den Kantenkopp ein Stück weit verstehen. Vielleicht sollte man als Pilot einfach etwas Empathie mit aufsteigen lassen und im Zweifelsfall lieber woanders filmen.

Ich bin irgendwie wohl an den falschen Orten unterwegs. Ich habe -außer bei YouTube- noch nie irgendwo eine andere Drohne als meine gesehen. Das schreibt auch Oliver bei Facebook.
Wir werden immer einen Prozentsatz X an Idioten haben. Egal wobei.
Man wird nicht verhindern können, daß sich Blödi Doofmann ein Luftgewehr kauft und auf Passanten ballert. Wir werden nicht verhindern das Volltrunkene Auto fahren und wir werden es auch nicht verhindern, daß sich die Blödesten der Blöden eine Drohne kaufen. Aber das ist eben dieser Prozentsatz X.

Gehen wir doch mal die Situation durch. Man darf nach derzeitiger Rechtslage bewohnte Gebiete überfliegen.
Das ist im Grunde auch richtig so, denn in einem so dicht bebauten Land, hat man oft gar keine andere Chance, ein Ziel anzufliegen.

Dazu habe ich mal eine Grafik angefertigt:

Alle Drohnen am Himmel filmen Privatleute

Der Pilot (A) startet also von öffentlichem Grund oder gar einem Privatgrundstück wo er das darf. Dann fliegt er brav konform den Regeln auf Sicht. Seine Sichtlinie ist in der Grafik mit (B) gekennzeichnet.
Das heißt, er hat das Fluggerät (C) ständig im Blick.
Was er aber von seiner Position am Boden nicht sehen kann, ist das, was sich unterhalb der Drohne befindet. Das ist jetzt beispielsweise die Personengruppe (E).
Die Kamera ist in Richtung (D) gerichtet. Also weder der Pilot, noch die Kamera seines Fluggerätes sehen die Personen (E). Diese nehmen aber an, das Fluggerät hätte den Sichtwinkel (F = rosa dargestellt).
Möglicherweise richtet der Pilot seine Kamera nun in Richtung Boden, sieht also einen Teilbereich des Sichtwinkels (F) und entdeckt diese Personen.
Erkennen kann er sie aufgrund der Höhe nicht.
Sehen kann er das nur auf dem Display seiner Fernbedienung. Diese Leute will er nicht aufnehmen. Möglicherweise stören sie sogar sein filmisches Vorhaben. Sagen wir, er möchte nur die abgeernteten Felder oder die herbstliche Färbung der Bäume aufnehmen.
Also wechselt er auf seinem Display in die Kartenansicht, um ein anderes schönes Ziel auszuwählen, und zu entscheiden, in welche Richtung er am besten weiterfliegt, um keine Gärten etc. zu überfliegen.
Während dieser Zeit bleibt das Fluggerät brav und sicher über der Stelle stehen, an der sich die Leute befinden. Die glauben nun aber eventuell, das Fluggerät hinge die ganze Zeit nur deshalb über ihnen, weil irgendwo ein armer Wicht in der Hecke hockt und sich den Bürzel schrubbt.

Grundsätzlich will ich damit aber sagen, daß es weder eines Mangels an Vernunft noch eines Mangels an Empathie bedarf, um in die Situation zu kommen, jemanden zu überfliegen. Es ist reine Physik.

Es ist ja, wenn man einen Multikopter am Himmel sieht, zunächst einmal vollkommen offen, ob der überhaupt eine Kamera an Bord hat.
Die meisten Spielzeugdrohnen haben so etwas nicht und viele Racing- und Action-Drohnen auch nicht.

Und dann ist es offen, ob die Kamera überhaupt nach unten gerichtet ist. Das ist nämlich meist die schlechteste Perspektive überhaupt. Die allermeisten Drohnenfilme zeigen eine nach vorne in Flugrichtung zeigende Perspektive.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


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peter wilhelm autorenlesung
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1 Kommentar auf "Alle Drohnen am Himmel filmen Privatleute"

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Peter Grohmüller
Co-Autor

Der Aufbau, die Funktionen und das Steuern einer Drohne beruhen auf Gesetzen, die schon der olle Isaac in Cambridge ausgebrütet hat – das ist mir als „Hobby-Physiker“ schon klar. Da sich bei mir im „Stand-By-Modus“ – z. B. beim Spazieren gehen – Intellekt und Instinkt die Waage halten, meldet sich bei aller Faszination für Technik zuweilen der angeborene Abwehrreflex meiner Ururahnen, wenn etwas derart seltsames, wie ein surrender Roboter über meinem Kopf schwebt. Das möchte ich mir hier einfach mal zugestehen, ohne die Piloten unter Generalverdacht zu stellen.

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Ich glaube ja, dieser Ort Greetsiel an der Nordseeküste, wurde überhaupt nur für Touristen so...

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