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Abzocke oder Lotterie? Swoggi.de

Abzocke oder Lotterie? Swoggi.de

Es klingt ja zu schön, um wahr zu sein. Es gibt da eine Art Auktionshaus, bei dem man für einen supertollen Flachbildfernseher nur gut 100 Euro bezahlen muß und wo es ein niegelnagelneues iPhone 5 für knapp 20 Euro geben soll.
Aber das gibt es wirklich.
Nur, die Sache hat einen Haken und darüber wird in diesem Forum hier das hier berichtet:

Abzocke oder Lotterie? Swoggi.deAbzocke oder Lotterie? Swoggi.de

Die Firma hat ihren Sitz in England. Sie wirbt mit Auktionspreisen bis zu 90% unter Normalpreis. Klingt verlockend, mag auch für den einzelnen erfolgreichen Bieter funktionieren, ein Schnäppchen zu machen.
Dass bei jeder erfolgreich abgeschlossenen Auktion für swoggi.de die Kasse klingelt, erschließt sich erst, wenn man hinter das System blickt.
Auktionen finden durch Einsatz von „Bietpunkten“ statt. Jedes Gebot kostet einen Bietpunkt und erhöht den zu zahlenden Preis für den letzten Bieter um 0,01 €. Solange vor Auktionsende durch den/die Bieter Bietpunkte gesetzt werden, verlängert sich die Auktion um eine kurze Zeitspanne. Klingt noch übersichtlich für den Einzelnen.

Bietpunkte können bei Swoggi in Paketgrößen 30, 50, 100, 200, 500 oder 1000 gekauft werden, EIN Bietpunkt kostet 0,50 €, für das 30er Paket sind also 15 Euro zu zahlen.
Nun einmal ein Rechenbeispiel anhand einer laut und bei swoggi.de beendeten Auktion: iPhone 4S – 16G, laut swoggi für € 118,69 statt € 629,- am 31.05. versteigert. Klingt gut für den erfolgreichen Bieter „titus123“.

ABER: € 118,69 („Zuschlagpreis“) entspricht 11869 eingesetzten Bietpunkten der Bieter (wieviele davon von „titus123“ stammen ist unbekannt).
Swoggi verdiente durch die 11869 eingesetzten Bietpunkte je 0,50 € pro Bietpunkt, also unglaubliche € 5934,50!
Da kann swoggi.de sicher verschmerzen, das neue iPhone 4S – 16G an „titus123“ für € 118,69 plus Versandkosten zu liefern. „titus123“ kann sich freuen, falls er nicht zuviele eigene Bietpunkte zum Ersteigern eingesetzt hat, bei mehr als 255 eigenen Bietpunkte wäre es kein Schnäppchen mehr.

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Peter Wilhelm

Peter Wilhelm

Fachjournalist Peter Wilhelm schreibt hier über die Nebensächlichkeiten der Welt.
Er liebt Technik und testet Produkte, Service und Angebote.
Der Bestsellerautor ist Chefredakteur einer Branchenzeitschrift, Sachverständiger und Fernsehexperte.
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Der Psychologe und Dozent wurde in der Halloweennacht geboren und lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Mehr über ihn erfahren Sie u.a. hier und hier.


Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!


peter wilhelm autorenlesung
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  1. Manfred Anderl
    Manfred Anderl 10 April, 2013, 20:47

    Irgendetwas stimmt hier nicht:

    11869 Bietpunkte zu je 0,50 Cent je Bietpunkt sind 59,345 € und nicht 5934,50 € .
    EIN Bietpunkt kostet 0,50 Cent, für das 30er Paket sind also 15 Euro zu zahlen.
    Auch das kann nicht sein: 30*0,50 Cent = 0,15 € oder 15 Cent ?

    Trotzdem glaube ich, daß die Firma sicher gut verdient.

    Antwort auf diesen Kommentar
    • Peter Wilhelm
      Peter Wilhelm Autor 11 April, 2013, 09:43

      Ja, Du hast Recht! Da stimmte was in dem Forenbeitrag nicht. Ich habe es hier im Dreibeinblog korrigiert. Der Mensch im Forum hat jeweils statt 0,XX Euro 0,XX Cent geschrieben.
      Euro ist richtig.

      Hier der Auszug aus den Bedingungen des „Auktionshauses“:

      Wie viele Bietpunkte sind notwendig um bei einer Auktion teilzunehmen?

      1 Bietpunkt kostet 0,50€. Er erlaubt Ihnen ein Gebot bei den meisten unserer Auktionen abzugeben. Bei einigen wenigen Auktionen kostet ein Gebot nur 0,25€ (2 Gebote pro Bietpunkt), oder bis zu 1,00€ (2 Bietpunkte pro Gebot notwendig).
      Sie können Pakete (BidPacks) zu 30, 50, 100, 200, 500 oder 1000 Bietpunkten erwerben um an Auktionen teilnehmen zu können. Ab dem 50er BidPack gibt es noch gratis Bonus-Bietpunkte hinzu. Diese werden nach dem Kauf unmittelbar Ihrem Konto gutgeschrieben.

      Der Inhalt des Artikels und die Berechnungen stimmen also. Nur statt Cent mußte es beim Auktionseinsatz Euro heißen.

      Gut aufgepaßt!

      Antwort auf diesen Kommentar

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