Zum Hieressen oder zum Mitnehmen?

Kommt man in ein Fastfoodrestaurant, wollen die Mitarbeiter immer wissen, ob man die Speisen im Lokal verzehrt oder mitnehmen möchte.
Diese stereotype Frage hatte mich vor Jahren dazu veranlaßt, einen meiner Satirebände so zu benennen: Zum Hieressen oder zum Mitnehmen?

zumhieressenoderzummitnehmen

Gestern war ich mal wieder in einer McDonald’s Filiale. Und was höre ich? Das Personal in dieser Filiale hat den schönen Standardspruch verkürzt.
Die Dame an der Kasse tippte die Bestellung des Kunden ein und dann fragte sie: “Zum Hier?”

Zum Hier?

Der Kunde schien das zu kennen, deutete mit dem Daumen über die Schulter in Richtung Parkplatz und antwortete “Nee, zum da!”

Leute, das ist der Untergang des Abendlandes! Das ist des Ende allen Seins! Die gute alte deutsch-amerikanische Pappkultur geht den Bach runter!

Das Volk kann uns mal!

Denk ich an Deutschland in der Nacht…
…dann habe ich Angst vor dem Morgengrauen

Vor meinem geistigen Auge sehe ich eine Frau, die mit schlangenhafter Eiseskälte gerade dabei ist, den Weg für ein brandgefährliches Roll-Back zu ebnen: von einer demokratisch legitimierten, ausschließlich der Landesverteidigung dienenden Bundeswehr, zurück zur Wehrmacht nach reichsdeutschem Vorbild. Ursula von der Leyen, karrierebesessen, rücksichtslos, machtgeil bis in die sorgsam gestylten Haarspitzen, vollgestopft mit Standesdünkel und Arroganz. Wer wird ihr Einhalt gebieten, bevor es 5:45 Uhr am Morgen ist?

Nicht mit offenen Armen, aber sozial und christlich

Man nehme ein beliebiges afrikanisches Land mit interessanten Bodenschätzen, beliefere die im Dissens befindlichen Bevölkerungsgruppen im mit ausreichend Waffen und lasse diese Melange gezielt eskalieren. Oder man oktroyiere einem östlichen Nachbarn ein völlig inkompatibles Wirtschaftssystem auf, richte den dortigen Markt mit subventionierten Produkten zugrunde und stelle die zu-kurz-Gekommenen an eine Werkbank.

Zwei Standardrezepte für eine gesicherte Versorgung mit Rohstoffen und billigen Arbeitskräften. Die leidtragende Bevölkerung, die ihre Heimat verlässt, wird nun im Land der Profiteure von Andrea Nahles und Thomas de Maizière mit offenen Armen und dem Asylbewerberleistungsgesetz sozial und christlich empfangen. Die Würde des Menschen ist unantastbar – es sei denn, Du bist schwarz und kommst über das Mittelmeer, oder Du bist arm und kommst vom Balkan.

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Staubsauger werden in der Leistung begrenzt, Humbug oder Energiesparsegen?

staubsauger-pixabay

Die ersten Staubsauger waren so groß, daß sie von Pferden wie eine Kutsche gezogen werden mußten. Mit langen Schläuchen wurden dann die Häuser gesaugt, während die Maschinen auf der Straße höllisch lärmten.
Höllischen Lärm macht mancher Staubsauger auch heute noch, aber glücklicherweise sind die Geräte kleiner und handlicher geworden.
Manche Apparate protzen im Elektromarkt mit gigantischen Wattzahlen bis zu 2.700 Watt.

Das verspricht eine hohe Saugleistung und manch einer greift bewußt zu einem starken Sauger. Jetzt beschränkt man aufgrund einer EU-Regelung ab 1. September 2014 die maximale Leistung/Stromaufnahme auf 1.600 Watt, das soll schön fein Strom sparen.

Ist das sinnvoll oder nicht? Ist das ein Energiesparsegen oder ein Hausfrauenfluch?

Nun, die Industrie ist gewappnet, ganz überraschend kam die Neuregelung nicht. Marktführer Miele gibt sich gelassen und verkündet schulterzuckend, man sei vorbereitet und bringe nun Geräte auf den Markt, die der neuen Regelung entsprechen. Einen Saugkraftverlust gebe es auch bei den neuen, schwächeren Geräten nicht.
Angeblich macht ja Vorwerk besonders gute Staubsauger und auch Miele und AEG sind für gute Geräte bekannt.
Ihnen wird die neue Regelung aber nichts ausmachen, denn die Spitzengeräte haben ohnehin gar nicht so viel Leistung, wie man glaubt. Vorwerk macht es vor, der Motor aus Wuppertal zieht nur 900 Watt. Stärkere Geräte, etwa der AEG Ultraone, ziehen 1.600 Watt, gehören unter den als “sehr gut” getesteten Geräten also schon zu Ausnahme.

Wir lernen also: Ein guter Staubsauger hat noch nie eine besonders hohe Stromaufnahme benötigt. Offenbar sind hier andere Dinge, z.B. die Luftführung im Gerät, die Filterung und die Qualität des Motors entscheidend.

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Ukraine fordert einen „Merkel-Plan“, Merkel an die Front

Die Jahrhundertchance für die Bundesrepublik: Wir entsenden ausnahmsweise mal keine bewaffneten Bürger in Uniform in ein Krisengebiet, sondern gleich unsere Kanzlerin.

Mehr Solidarität geht nicht. Nach den Milliarden, die wir schon an die Zocker-Banken abdrücken durften, wäre ich sogar bereit, noch ein paar Scheine draufzulegen, wenn Kiew im Gegenzug verspricht, dass sie Merkel nicht mehr zurückgeben. Man sollte Viktor Poroschenko fragen, ob er nicht vielleicht noch für einen Alexander Dobrinth, eine Ursula von der Leyen, einen Thomas de Maizière, ach was – für die ganze Truppe Verwendung hätte.
Bedenkt man, das Belgien einmal über 500 Tage ohne Regierung bestens zurecht gekommen ist, können wir das auch.

von unserem Gastautor Peter Grohmüller

Der Bankrott der Moral

Die wöchentliche Empörung des Hans-Ulrich Jörges schießt in der Affäre Christine Haderthauer doch etwas über das Ziel hinaus, wenngleich die Amoralität ihrer schmutzigen Geschäfte selbst hartgesottene Stoiker noch aufzuregen vermag. Ihre Bereicherung ist mitnichten der Gipfel einer irgendwie gearteten Rangliste der Unbotmäßigkeiten. Die Skala ist nach oben offen.

Alleine der Schnellebigkeit der Informationen verdankt es z. B. Otto Wiesheu, wie Christine Haderthauer ebenfalls im Führungszirkel der CSU, dass er einen bestens dotierten Job im Vorstand der Deutschen Bahn AG hat und Träger des Bundesverdienstkreuzes ist, obwohl er 29. Oktober 1983 im Vollrausch einen Menschen totgefahren hat. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

von unserem Gastautor Peter Grohmüller

Bundestag soll mitreden

Nur zum Verständnis der nachfolgenden Zeilen: ich verurteile den Massenmord durch die IS-Truppen, und ich teile die Meinung, dass dieser bestialische Mob sofort gestoppt werden muss. Dies wäre jedoch die originäre Aufgabe des UN-Sicherheitsrates. Dessen Mandate waren in der Vergangenheit allerdings nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurden, sondern Ausdruck von Beliebigkeit und nationalökonomischen Interessen der Industrienationen. Die Menschenrechte spielten dabei stets – wenn überhaupt – eine Nebenrolle.

Nun also Kriegsgerät für die Kurden, nach einer medienwirksamen Sondersitzung des Parlaments. Deutschland stellt sich seiner Verantwortung in der der Welt! Philipp Mißfelder, karrieregeiler Zyniker, ehemaliger Gesundheitspolitischer Sprecher der Union, der 2003 der Meinung war, Hüftgelenkprothesen für über 85-Jährige seien dem Gesundheitssystem nicht zuzumuten, der größte Hoffnungsträger der CDU und aktuelles außenpolitisches Sprachrohr, hat sich nun umgehend bemüht, explizit darauf hinzuwiesen, dass eine Zustimmung des Bundestages zu den Waffenlieferungen an die Peschmerga nicht nötig sei.

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TTIP = Fracking durch die Hintertür?

Das sogenannte Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) birgt neben dem – eher nebensächlichen – Symbol des Chlor-Hühnchens Gefahren, die für Leib und Leben weitaus prekärer sind, als diese hormonverseuchte Chemie-Delikatesse, die ja niemand kaufen MUSS. So wie es jedem (noch) freisteht, einen Bogen um die Kühltheken zu machen und die Milchprodukte des berühmtesten Müllers der Republik und selbstlosen Förderers der NPD im Landen zu lassen. Aber auch das kann sich ändern.

Sollte TTIP zustande kommen, wäre es jedenfalls ratsam, noch ein letztes Mal in die Naturschutzgebiete Deutschlands zu fahren, bevor unsere Umweltschutzgesetze ausgehebelt und die letzten Refugien über TTIP-konforme Milliardenklagen von US-Gaskonzernen zum Fracking zuerst „erschlossen“ und dann verwüstet werden.

Am vergangenen Dienstag zeigte ARTE den Film „Gasland“ – eine erschütternde Reportage über die Folgen des Frackings in den USA und die menschenverachtende Zusammenarbeit zwischen Energiemultis und der amerikanischen Politik. Angeführt von Dick Cheney, ehemals CEO von Halyburton, danach Vizepräsident unter George W. Bush und einer der Architekten des Völkermordes im Irak, (O-Ton Bush: “Gottes Geschenk an die Menschheit”).

Halyburton ist übrigens einer der US-Gaskonzerne, die sich via TTIP anschicken, ihre rücksichtlosen Geschäfte in die ganze Welt zu exportieren und dabei vergiftetes Land zu hinterlassen. Cheney , Bush, Halyburton, TTIP? Purer Zufall? Aber sicher doch!

Wenn es nicht gelingt, TTIP zu verhindern, werden wir in wenigen Jahren in einer (Um-)Welt leben, die wir unseren schlimmsten Feinden nicht wünschen. Nehmt Euch die Zeit, diesen Film anzusehen, wenngleich es unglaublich hart sein mag, und teilt danach Eure Besorgnis, Euren Ekel und Eure Wut via Mail mit Euren Freunden, Euren Bekannten und – ganz wichtig – mit Euren Wahlkreisabgeordneten von CDU, CSU und SPD – diejenigen, die letztendlich über TTIP abstimmen. Es kann und darf nicht unterzeichnet werden.

Von unserem Gastautor Peter Grohmüller

Dorfpuppenhaus wird geschlossen

Aufgrund eines Berichtes über die Sammeledition “Das Dorfpuppenhaus” hatten sich sehr viele Sammler und Bastler hier eingefunden und die Kommentare zu dem betreffenden Artikel üppig zur Diskussion genutzt.
Daher hatte ich vorübergehend ein Forum zum Dorfpuppenhaus eingerichtet.
Über Monate hinweg haben die Bastler dort diskutiert, dann aber eine andere Heimstatt gefunden.

Nach geraumer Anstandswartezeit löse ich dieses Forum nun auf und entferne auch den Zugang dazu.

Wie man sicher online Medikamente einkauft

apotheke-pixabayDie ganze Welt ist ON-LINE. So ist es auch kein Wunder, dass der Online-Handel immer weiter zunimmt. Das gilt sogar für Medikamente. Zunehmend häufiger werden Online-Apotheken gegenüber örtlichen Apotheken bevorzugt. Doch der Online-Handel weist auch einige Tücken auf. Wie überall, gibt es auch in diesem Bereich unseriöse Anbieter. Ich möchte in diesem Artikel kurz und knapp auf die Gefahren eingehen und euch zeigen, wie ihr Betrügern auf die Schliche kommt. Ein Hinweis vorweg: Ab 2015 wird alles leichter, denn ein EU-Prüfsiegel qualifiziert dann seriöse Online-Apotheken.

Seit 2004 ist der Online-Versandhandel für Apotheker erlaubt. In den letzten zehn Jahren sind immer mehr Verbraucher auf den Online-Handel umgestiegen und sparen sich den Weg in die Apotheke. Dass der Medikamenten-Versandhandel einen so großen Zulauf erfährt, hat seinen Grund. Zum einen entfällt bei nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten die Preisbindung. Folge: Die Produkte sind in Online-Apotheken bis zu 30 Prozent günstiger. Zum anderen ist durch die zeitliche Flexibilität und die Lieferung der Online-Versandhandel gerade für ältere Menschen, aber auch für Arbeitnehmer von großem Vorteil.

Vorsicht vor Betrügern

Jedoch gibt es wie so oft im Online-Geschäft Betrüger, und gerade bei falschen Arzneimitteln können die Folgen verehrend sein. Harmlose Folgen beim Kauf auf unseriösen Seiten sind unwirksame oder nicht erhaltene Produkte. Viel schlimmer ist es, wenn man an Medikamente gerät, die falsch zusammengesetzt oder unter unhygienischen Umständen hergestellt wurden. Dann kann es schnell zu einer Vergiftung kommen. Woran kann man also seriöse Apotheken erkennen?

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WLAN-Wüste Deutschland

wlan-pixabay

Stellen Sie sich vor, Sie sind auf Reisen. Nach einem langen Sightseeing-Tag entspannen Sie in der Hotellobby und wollen gemütlich mit dem Laptop im Web surfen. Sie erfragen das WLAN-Passwort und lesen Mails, Nachrichten oder informieren sich über weitere Stadt-Highlights. Das alles, während Sie in entspanntem Ambiente einen aromatischen Kaffee genießen. In fast allen Ländern Europas eine Selbstverständlichkeit – nur in Deutschland nicht.

Aufgrund der strengen Haftungsrisiken von Seiten der gewerblichen Hotspot-Anbieter trägt Deutschland den innoffiziellen und unrühmlichen Titel “WLAN-Wüste Europas”. Und dies nicht zu Unrecht: Nicht nur in Hotels, sondern auch in Cafés, an Bahnhöfen, Flughäfen und in Zügen ist die WLAN-Verfügbarkeit meist schlecht ausgebaut. Häufig ist die kostenlose Nutzungsdauer stark begrenzt, die WLAN-Nutzung von der ersten Minute kostenpflichtig oder ein Hotspot erst gar nicht verfügbar. Für Reisende ist das oft ein Ärgernis und will einfach nicht zum fortschrittlichen Image des Technologiestandorts Deutschland passen.

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Erdogan hat absolute Mehrheit

erdoganwikimediaNun ist Erdogan also designierter Staatspräsident und auf dem besten Wege zum ersten konservativ-islamischen Despoten im erlauchten Kreise der NATO-Mitglieder aufzusteigen. Ein brandgefährlicher Demagoge, der in der Türkei fernab jeglicher parlamentarischen Kontrolle eine Art zeitgenössisches Kalifat errichten, nach Gutdünken schalten und walten und mithin dem laizistische Erbe des Mustafa Kemal Atatürk endgültig das Aus bescheren könnte – und vermutlich auch bescheren wird, schenkt man seinem schwülstigem Pathos und seinen unverhohlenen Drohungen an den politischen Gegner Glauben.

Seine befremdliche Auffassung von Demokratie, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit hat er bereits deutlich unter Beweis gestellt: bei der Leugnung des Völkermordes an den Armeniern, bei der gnadenlosen Verfolgung der Kurden, der systematischen Unterdrückung der Alewiten bis hin zur physischen Vernichtung, bei der gewaltsamen Räumung des Gezi-Park und zu guter Letzt bei der illegalen Blockierung unbequemer sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter, trotz höchstrichterlichem Urteil.

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